Roselieb Frank Krisennavigator kleinFrank Roselieb (Foto), geschäftsführender Direktor des Krisennavigator – Institut für Krisenforschung, ein Spin-Off der Universität Kiel, ist in der PR- und Kommunikationsbranche bekannt als Krisenexperte. Er ist Veranstalter des jährlichen Krisenkommunikationsgipfels. Roselieb hat sich nun im Nachgang zur Hochwasserkatastrophe an Ahr und Erft zu Wort gemeldet und das Krisenmanagement kritisiert. Gegenüber der „Rhein-Zeitung“ hat Roselieb gesagt: „Viele Opfer hätten verhindert werden können.“ Seiner Auffassung nach hat der Krisenstab in Ahrweiler in der Nacht der Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli offenbar viel zu spät reagiert. Als Verantwortlichen für die viel zu späte Warnung an die Bevölkerung hat Krisenexperte Roselieb Landrat Jürgen Pföhler (CDU) ausgemacht. Auch der „Spiegel“ hat das Thema aufgegriffen.

Roselieb sagte im Interview mit der „Rhein-Zeitung“: „Niemand kann sagen, dass es solche Flutwellen im Ahrtal noch nicht gegeben hat. Beim Hochwasser vor 200 Jahren waren die Dimensionen etwa noch gewaltiger.“ Vor 100 Jahren sei es ähnlich gewesen. Zudem sei man frühzeitig gewarnt worden. Aus Sicht des Forschers gebe es deshalb keinen Grund, auf eine Flutwelle wie die jüngste nicht vorbereitet gewesen zu sein.

Hier im Interview in der „Rhein-Zeitung“ und hier in „Spiegel online“ sind Aussagen Roseliebs in voller Länge nachzulesen.

Nachtrag: Nach Berichten, dass lokale Verantwortliche vor den Fluten gewarnt worden seien, aber nicht reagierten, prüft die Staatsanwaltschaft Koblenz nun ein Ermittlungsverfahren. Es geht unter anderem um fahrlässige Tötung.


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