Awards Auszeichnungen für digitale Kreativität Deutscher Digital Award prämiert kulturelle Relevanz und Community-Nähe

Der Deutsche Digital Award (DDA) 2026 hat in Berlin 65 Auszeichnungen vergeben. Besonders erfolgreich waren Arbeiten, die kulturelle Dynamiken schnell aufgriffen und Communities gezielt einbanden. Die meisten Preise sammelte Jung von Matt. Den „Best of“-Award erhielt Breach Bunny für einen Case rund um digitale Versicherungsangebote für Creator:innen und Gamer:innen.

Bühne frei für digitale Kreativität: Der Deutsche Digital Award zeichnete 65 Cases aus. (Foto: Tobias Koch)

Bei der Awardshow des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) am 21. Mai im Museum für Kommunikation zeichnete die Jury 15 Gold-, 30 Silber- und 19 Bronze-Arbeiten aus. Hinzu kam ein „Best of“-Award. Die meisten Trophäen konnte Jung von Matt mit insgesamt 13 Auszeichnungen nach Hause bringen. Curious Company und German Wahnsinn folgten mit jeweils fünf Awards.

Der meistprämierte Case war „Rental Horror Stories“ von Jung von Matt & Lipstick Postproduction für Sixt. Die Arbeit erhielt vier Auszeichnungen, darunter zweimal Gold. Unter dem Motto „Renting with competitors can be horror“ griff die Kampagne echte negative Kundenbewertungen von Wettbewerbern auf und verwandelte diese mithilfe Künstlicher Intelligenz in überspitzte Horror-Kurzclips. Insgesamt gingen fünf Gold-Awards an Jung von Matt. Charles & Charlotte erhielt drei Gold-Auszeichnungen, Lipstick Postproduction, Saint Elmo's und WTF jeweils zwei.

Echtzeit-Storytelling überzeugt die Jury

Auf Unternehmensseite gehörten Sixt und Penny zu den erfolgreichsten Marken. Sixt erhielt vier Gold-Auszeichnungen, Penny drei. Mehrere prämierte Arbeiten griffen aktuelle Diskussionen oder virale Entwicklungen auf und übersetzten sie in digitale Kampagnen.

So reagierte Sixt mit „Cora mietet“ auf einen viralen Werbetrend und nutzte die Aufmerksamkeit für performancestarke Kommunikation. Penny wurde für „Sheep happens“ zweimal mit Gold ausgezeichnet. Die Kampagne entstand, nachdem Schafe ungeplant einen Penny-Markt in Unterfranken betreten hatten. Die beteiligten Agenturen machten daraus eine Echtzeit-Story, die bundesweit Aufmerksamkeit erzeugte.

„Digitale Kreativität lebt heute von kultureller Relevanz. Es geht darum, Teil von Gesprächen und Communities zu werden, statt nur Botschaften zu senden“, sagt Jurypräsidentin Niat Asfaw Graça von Serviceplan.

Breach Bunny erhält „Best of“-Award

Den „Best of“-Award gewann Breach Bunny mit einem Case, der gezielt Digital Natives anspricht. Das Unternehmen bietet Versicherungen für Creator:innen, digitale Güter und Gaming-Setups an. Die Kommunikation setzte auf Gaming-Ästhetik, Creator-Kooperationen und Plattformlogiken.

„2026 geht es darum, Nähe mit der Community herzustellen“, betont Jurypräsidentin und BVDW-Vizepräsidentin Anke Herbener. Breach Bunny zeige beispielhaft, „wie eine intelligente Idee auf außergewöhnlich kreative Weise und mit technischer Finesse umgesetzt werden kann.“

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