Preise und Awards Nominierung 5 Dinge, die uns an der Effie-Shortlist 2025 aufgefallen sind
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- von Annett Bergk, Hamburg
87 Kampagnen stehen auf der Shortlist für die Effie Awards Germany 2025; eingereicht in 21 Kategorien, bewertet von über 170 Branchenexpert:innen. Doch was lässt sich aus dieser Liste ablesen? Welche Kategorien sind besonders stark vertreten? Welche Marken tauchen mehrfach auf? Und: Welche Kategorie blieb in diesem Jahr ganz ohne Finalist:innen? Fünf Dinge, die uns bei der Durchsicht der Shortlist aufgefallen sind.
1. Aktivierung ist King
Mit 13 Nominierungen führt die Kategorie Activation das Ranking an – vor Brand Image (10) und Public Relations (8). Die Botschaft: Was direkt bewegt, punktet bei der Jury. Emotionales Storytelling und Purpose-Themen? Schön, aber erst mal: Bring Response.
2. Große Agenturnamen dominieren
Die Shortlist liest sich wie ein Agenturjahrbuch: Scholz & Friends, Serviceplan, thjnk, Ogilvy. Viele Kampagnen tragen fünf oder mehr Logos. Netzwerkfähigkeit ist offensichtlich Teil der Effektivität (oder zumindest des Erfolgs bei der Einreichung).
3. Auch Marken können Wiederholungstäter sein
McDonald’s, Bitburger, Telekom, Samsung, Rügenwalder Mühle: Mehrere Marken tauchen doppelt oder dreifach auf. Teilweise mit verschiedenen Kampagnen, teilweise mit einem Case in mehreren Kategorien. Wer Wirkung zeigen will, zeigt sie besser mehrfach.
4. Eine Kategorie bleibt leer – Performance Marketing
Von 22 ausgeschriebenen Kategorien blieb genau eine ohne Finalisten: Performance Marketing. Was das bedeutet, bleibt Interpretationssache. Vielleicht, weil klassische Conversion-Kampagnen derzeit wenig Strahlkraft haben? Vielleicht auch, weil sie im Effie-Rahmen zu wenig als „ganzheitlich effektiv“ wahrgenommen werden?
5. Wie selektiv der Wettbewerb war, bleibt offen
87 Nominierungen. Aber wie viele Einreichungen lagen ursprünglich auf dem Tisch? Diese Zahl veröffentlicht der GWA traditionell nicht. Auch 2025 bleibt die Selektionsquote damit eine Blackbox. Das schränkt die Aussagekraft der Shortlist ein; gerade wenn der Effie für „nachweislich effektives Marketing“ stehen will. Sie zeigt also, wer vorne mitläuft – aber nicht, wie groß das Feld ist.
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