PR Report Award 2016 KinosaalDas „PR-Journal“ hat vor kurzem Agenturchefs danach befragt, welche Bedeutung Kommunikationsawards für sie besitzen. Eine Antwort, die man hätte erwarten können, ist dabei nicht gefallen: Sich Inspiration für die eigene Arbeit zu holen oder zu sehen, was die anderen so machen. Natürlich sind Geschäftsführer von Agenturen äußerst routiniert und kennen ihr Metier, nur allgemein sind Preise wie der Oscar oder Grammy immer auch eine Standortbestimmung für Qualität und Kreativität – und es lässt sich etwas für die eigene Arbeit lernen. Daher ist die Idee, im Rahmen der „PR Report“-Awards ein „Finalistenfestival – Cases im Kino“ zu veranstalten und 37 Projektbeispiele aus mehr als 20 Kategorien zu zeigen, unter dem Gesichtspunkt, mehr über die Arbeiten anderer Agenturen und Unternehmen zu erfahren, absolut begrüßenswert. Am 22. November war es dann soweit – allerdings folgten nur rund 30 Gäste der Einladung des „PR Report“ ins Kosmos – einem ehemaligen Kino in Berlin Friedrichshain.

Wo erfährt man sonst etwas darüber, wie Microsoft sein „Surface“ PR-technisch mit Hilfe der Agentur Buddybrand inszeniert, wie die Hamburger Symphoniker von Schwan Communications kommunikativ begleitet gegen die umfangreiche Medienberichterstattung über die Elbphilharmonie anspielen oder wie eine Verkehrskampagne für den Deutschen Verkehrssicherheitsrat konzeptionell von fischerAppelt aufgesetzt wird. Nur leider versammelten sich in flauschiger Atmosphäre des Kosmos mittags nicht mehr als 25 bis 30 Leute gleichzeitig, die den Präsentationen der Agenturen und Unternehmensrepräsentanten lauschten. An Beinfreiheit mangelte es in dem gemütlichen Kinosaal nicht.

Ein Finalistenfestival muss sich nach der diesjährigen Premiere natürlich erst etablieren. Nominierte Agenturen von außerhalb Berlins, die erst zur Gala anreisen, fallen als Zielgruppe sowieso weg. Insbesondere für den Agenturnachwuchs, der häufig recht ideenlos vor Konzepten sitzt und für jede Inspiration dankbar ist, könnte das Finalistenfestival jedoch prinzipiell eine veritable Chance sein, etwas über spannende und qualitativ durch die Jury bereits vorausgewählte Projekte zu erfahren. Und sich mit anderen Branchenkollegen zu vernetzen, hat dem Nachwuchs eigentlich noch nie geschadet. Man darf gespannt sein, wie es mit dem Finalistenfestival weitergeht.


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