Liebe Leserinnen und Leser, in Rubrik „Jobprofile“ stellen wir spannende Berufsbilder aus der PR- und Kommunikations-Welt vor. Unternehmen, Agenturen und Verbände haben hier unter der Überschrift „Was macht eigentlich ein/e … bei … ?“ die Gelegenheit zu beschreiben, welche konkreten Anforderungen Sie an Bewerberinnen und Bewerber für bestimmte Aufgaben richten.

Anja Zielke ist Lead Content Creation bei nexum

Anja Zielke ist Lead Content Creation bei nexum

Content, Content, Content: Alle wollen ihn. Kein Wunder also, dass Content-Management gefragt ist. Über 250 Digitalenthusiasten arbeiten bei der Digitalberatung und -agentur nexum. Sie bauen Websites und Onlineshops, realisieren Digitalkampagnen und Karrierewebseiten für Unternehmen wie Adecco, Coop, Fresenius, Tamaris und den 1. FC Köln. Entsprechend vielfältig sind die Disziplinen von Entwicklung über Beratung und Projektmanagement bis zu Redaktion und Design. Ein Berufsbild, das verschiedene Disziplinen in sich vereint, ist das des Content-Managers. 

Anja Zielke, Lead Content Creation, hat selbst jahrelang im Bereich Content Kreation und Content Management gearbeitet. Sie erzählt, was eine Content-Managerin macht, welche Qualifikationen für den Beruf gefragt sind und wie die Zusammenarbeit im Team bei der nexum aussieht. 

Im Content-Management arbeitet man an einer Schnittstelle und agiert interdisziplinär, zumeist in einem Tandem, das sich aus Design und Redaktion zusammensetzt. 

Leitmotiv: Richtiger Content zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Das Jobprofil „Content-Management“ ist relativ neu bei der nexum und existiert seit ca. drei Jahren. Besonders mit Blick auf die standardisierten Prozesse wie Newsletter oder die Betreuung von Webseiten entstand die Notwendigkeit nach einer neuen Rolle, bei der in Abgrenzung zur Online-Redaktion das „Managen“ und weniger die Produktion von Inhalten im Vordergrund steht. 

Content-Manager*innen haben die Aufgabe, die Identität eines Unternehmens der Zielgruppe authentisch zu vermitteln. Hierfür muss man sowohl das Unternehmen verstehen als auch deren Zielgruppe. Hinzu kommt, dass die Informationsaufnahme von Situationen abhängt und verschiedene Kanäle andere Sprachstile verlangen. Die Tätigkeit umfasst dementsprechend nicht nur das Schreiben oder Designen von Content, sondern auch die Steuerung und das Controlling von Content-Prozessen. Das „Managen“ der Inhalte, sprich die Steuerung und Planung der Inhalte anhand von Workflows, Ressourcen und Kommunikationskanälen. Im Kern geht es darum, ein Unternehmen und seine Zielgruppe gut zu kennen, passende Inhalte zu produzieren und sie zum geplanten Zeitpunkt über den passenden Kanal auszuspielen.

Dreiklang aus Text, Design und Technologie

Interdisziplinarität wird bei uns großgeschrieben. Digital überzeugen Inhalte nur im Zusammenspiel von verschiedenen Content-Komponenten wie z.B. Bild, Video und Text. Hierfür muss man ein Gespür für Visualität, aber auch SEO- und technologische Kenntnisse mitbringen. Elementar für die Entwicklung von Inhalten ist, dass man sowohl ein sicheres Sprachgefühl und Kreativität als auch ein technologisches Verständnis für die Verwaltung der Inhalte über ein Content-Management-System hat. Um Inhalte attraktiv gestalten und aufbauen zu können, sind Online-Marketing-Kenntnisse, insbesondere im E-Mail-Marketing, sehr wertvoll. Als Content-Manager*in muss man ein tiefes Verständnis der Kund*innen bzw. Unternehmen haben. Daher wird man in der Regel auch in die Beratung der Kund*innen mit einbezogen und steht im direkten Kundenkontakt z. B. bei der Moderation von Content-Workshops oder in der Content-Beratung. Außerdem wichtig: Sehr gute Kommunikationsskills, Begeisterungsfähigkeit für digitale Trends und Content-Formate sowie eine strukturierte Arbeitsweise bei gleichzeitig hoher Flexibilität in einem agil geprägten Arbeitsumfeld. 

Gefragte Skills: Kreativität und Management

Content war schon immer wichtig, oft ist er aber nicht sofort bewusst wahrnehmbar. Design und Funktionalität werden häufiger in den Vordergrund gestellt und fallen schneller auf. User*innen möchten motiviert, animiert und unterhalten werden. Je nach Bedürfnis agieren wir nach dem Anforderungsprinzip „thrill me, impress me, educate me, reassure me, help me, surprise me“. Das gelingt nur mit einem Zusammenspiel aus Design, Funktionalität und Text. Der Vorteil des Berufs Content-Manager*in ist, dass man interdisziplinär arbeitet und dadurch sein Wissen aus anderen Disziplinen konstant ausbauen kann. Verschiedene Kundenprojekte verlangen andere Schwerpunkte. Von daher gibt es auch keinen stringenten Karrierepfad. Ob Kommunikationswissenschaftler*innen, Redakteur*innen oder Informatiker*innen, Designer*innen – viele Ausbildungen führen zum Content-Management. Entscheidend ist der Dreiklang aus Text, Design und Technologie. Viele Content-Manager*innen haben zunächst eine Ausbildung im redaktionellen Umfeld absolviert und sich dann Kenntnisse im Layout und Digitalumfeld erworben, aber es gibt auch einige Quereinsteiger*innen.

„Mich begeistert die Mischung aus kreativer und operativer Tätigkeit. Durch meine Position an einer Schnittstelle habe ich einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag, verliere nie den Bezug zum Unternehmen und bin zusätzlich eng im Kund*innenkontakt. Kurz gesagt: Ich designe und schreibe kreativ, berate strategisch und manage operativ. Bei diesem Dreiklang ist Langeweile fehl am Platz und dank der interdisziplinären Wissensaneignung lerne ich jeden Tag etwas Neues dazu“, so Dino Mahler, Content-Managerin nexum.

 

Hinweis: In der „PR-Journal“-Rubrik Jobprofile bekommen Unternehmen, Agenturen und Verbände die Gelegenheit, spannende Berufsbilder aus ihrem Alltag vorzustellen. Der obige Bericht stammt von der nexum AG, Köln. 


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Heute NEU im PR-Journal