Diese Nachricht werden die internationalen Agenturnetzwerke nicht auf Twitter liken: 2017 war für sie das schlechteste Jahr seit der Finanzkrise in 2009. Ein Wachstum von 0,9 Prozent bei den Top Ten – und dies auch nur, weil BlueFocus und Cohn&Wolfe stark zulegen konnten. Vor allem mittelgroße Agenturen korrigierten das Gesamtbild auf immerhin fünf Prozent. Dies ergab das Global Top 250 PR Agency Ranking 2018 des Holmes Report. Größter Verlierer (währungsbereinigt) ist Grayling (-24,9 Prozent), größter Gewinner die deutsche Agentur Akima Media (+243,8 Prozent).

Insgesamt erwirtschafteten die Agenturen rund 11,7 Milliarden US-Dollar, verglichen mit elf Milliarden in 2016. Fünf Milliarden sollen davon auf die Top Ten entfallen, den weltweiten Gesamtmarkt schätzt der Holmes Report auf 15 Milliarden US-Dollar ein. Das währungsbereinigte Wachstum (constant currency growth) betrug in 2017 5,1 Prozent gegenüber 7,4 Prozent in 2016. PR-Agenturen, die in Euro abrechnen, konnten währungsbereinigt um 6,2 Prozent zulegen, Unternehmen in Großbritannien um 4,2 Prozent. US-Agenturen legten nur um 2,6 Prozent zu, in US-Dollar abrechnende Agenturen um 3,4 Prozent. 

Hier kommen die Top Ten des Rankings:

Rang
2017
(2016)

Agentur Honorar 2017
in Mio. $

Honorar in % / 
(constant currency)

Mit­arbeiter
1
(1)
Edelman 893,59
(874,96)
2,1 5.940
2
(2)
Weber Shandwick 805,00
(825,00)
- 2,4  
3
(3)
FleishmanHillard 570,00
(570,00)
0,0  
4
(4)
Ketchum 550,00
(562,00)
- 2,1  
5
(5)
Burson-Marsteller 463,00
(480,00)
- 3,5 3.133
6
(6)
MSL

460,00
(460,00)
0,00 3.022
7
(7)
Hill+Knowlton Strategies 400,00
(395,00)
1,3  
8
(8)
Ogilvy 354,00
(361,00)
- 1,9  
9
(9)
BlueFocus 321,84
(268,67)
12,3  
10
(12)
Cohn & Wolfe 246,00
(224,00)
9,8  
Holmes Report 2018

Ein guter Teil der im Ranking genannten Umsätze beruht aufgrund des Sarbanes-Oxley Act von 2002 auf Schätzungen. Das Ranking ist hier zu finden, eine ausführliche Auswertung gibt es hier.


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