Zapp LogoDas NDR-Medienmagazin „Zapp“ beschäftigt sich in seiner Sendung am 16. Januar (23:20 Uhr im NDR-Fernsehen) ausführlich mit Social Media. Dabei wird das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Zum einen wird die Frage aufgeworfen, inwieweit speziell Politiker durch eigene Podcasts und Video-Talk-Formate, die per Social Media verbreitet werden, mehr Transparenz erzeugen als durch von Journalisten geführte Interviews. In einem zweiten Beitrag geht es um die Frage, wie Journalisten selbst mit Twitter umgehen. Und drittens erläutert dpa-Chefredakteur Sven Gösmann, dass Twitter für ihn und seine Kollegen bei Deutschlands größter Nachrichtenagentur ein Informationswerkzeug und Recherchetool sei, dass man ständig im Auge behalte.

Podcasts und Video-Talk-Formate

NDR-Autorin Katharina Schiele wirft in ihrem Beitrag die Frage auf, ob die genannten Social-Media-Formate nicht klar journalistischen Interessen entgegenstehen. Unter den Titeln "Frag Spahn" oder "Grill den Scheuer" suggerieren diese Formate eine Offenheit von Bundesministern, die es aber de facto nicht gebe. Zwar zeigten die betreffenden Minister und Politiker damit Präsenz in der Internet-Öffentlichkeit, journalistischen Politmagazin fällt es demgegenüber aber immer schwerer, diese und andere Politiker für offene Interviews zu bekommen. Außerdem fragt Schiele, ob das regelmäßige Senden die Grenze zum "Rundfunk" nicht überschreite.

Journalisten und Twitter

Auf die Frage, wie Journalisten mit Twitter umgehen, suchen die beiden NDR-Autoren Daniel Bouhs und Timo Robben Antworten. Der Parlamentskorrespondent der "Welt", Robin Alexander, zieht sich darauf zurück, er sei Transporteur aber kein Akteur. Sein oberster Boss, Mathias Döpfner, CEO des Axel-Springer-Medienkonzerns, hatte erst am vergangenen Wochenende allergrößte Zurückhaltung, wenn nicht gar vollkommene Enthaltsamkeit für Journalisten empfohlen.

Gösmann-Interview

Wie wichtig aber Twitter als Informationskanal ist, zeigt ein Besuch der Zapp-Redakteure im Newsroom der Deutschen Presseagentur. Dort interviewten sie dpa-Chefredakteur Sven Gösmann, der Twitter als Informationswerkzeug und Recherchetool gemeinsam mit seinen Kollegen ständig im Auge behält. Aber natürlich müsse man immer alles überprüfen, auch wenn es wahrscheinlich erscheine.

Alle drei Themen werden in der Zapp-Sendung am 16. Januar aufgegriffen. Nach der Erstausstrahlung finden sich alle Beiträge auch in der NDR-Mediathek. Hier geht es zur Website von Zapp, wo sich nicht nur der Link zur Sendung sondern auch zu den geschriebenen Beiträgen von Katharina Schiele sowie Daniel Bouhs und Timo Robben finden.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Werbung