Die große Video-Wall im Lufthansa-Newsroom in der Zentrale am Frankfurter Flughafen.

Siemens gehörte zu den ersten Unternehmen, die einen haben. Die Deutsche Telekom hat einen, ebenso das Erzbistum Köln und der ADAC. Und jetzt haben auch die Deutsche Lufthansa und Haribo einen. Die Rede ist von einem Newsroom. Ist es noch ein Trend oder schon der Normalfall? Immer mehr Organisationen wollen ihren Informationsfluss zentral steuern, um ihr Kommunikations- und Markenmanagement konvergenter und effizienter zu gestalten. Doch wer liefert eigentlich das konzeptionelle Know-how und die Technologie? Die Unicepta Medienanalyse GmbH ist ein Anbieter am Markt.

Die Bilder von Großraumbüros mit überdimensionalen Screens vermitteln den Eindruck, es ginge nicht mehr ohne Newsroom. Im Mittelpunkt jeder argumentativen Herleitung steht der Wunsch nach einer unternehmensweit abgestimmten Steuerung der Kommunikation und ihrer Inhalte. Nichts soll dem Zufall überlassen werden. Eingebaute Analysetools liefern den Stoff für die permanente Prüfung und Richtungskorrektur. Die Newsroom-Mitarbeiter soll jederzeit alles im Blick haben können, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Hohe Anforderungen müssen erfüllt werden

Doch crossmediales Echtzeit-Monitoring, Influencer-Beobachtung, stets aktuelle Medienanalyse und das Monitoring eigener und weiterer relevanter Social-Media-Kanäle stellen hohe Anforderungen – an die Konzeption, die daraus folgende Technologie und die involvierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn die sitzen dann – möglicherweise im Kontrast zu ihren vorherigen Arbeitsplätzen – in Großraumbüros zusammen und betrachten riesige Monitore mit ständig wechselnden Schlagzeilen, Schaubildern, Grafiken und Tabellen mit Kennzahlen.

Rohwer Sebastian Gf UniceptaIntensiv hat sich die Unicepta Medienanalyse GmbH mit diesen Anforderungen auseinandergesetzt. Im Zuge der wachsenden Digitalisierung des Kommunikationsgeschäfts hat man in Köln bereits vor einigen Jahren begonnen, sich diese Entwicklung zunutze zu machen. Den klassischen Unternehmensbereichen Medienbeobachtung und -analyse hat man während der vergangenen Jahre die Felder Digital Consulting und Research Consulting hinzugefügt. „Unsere Kunden wollen, dass wir relevante Insights aus allen Medien und Datenströmen visuell attraktiv aufbereiten,“, erklärt Geschäftsführer Sebastian Rohwer (Foto). Der klassische Pressespiegel ist für viele Unternehmen nach wie vor wichtig, doch wird er zunehmend von weiteren Evaluationsinstrumenten wie der Echtzeitanalyse ergänzt.

Vom „Themen suchen“ zum „Themen machen“

So ging es in der historischen Entwicklung darum, für die Kunden den Daten aus der Presseresonanz die Nutzungsdaten aus TV-, Hörfunk-, Internet- und Social-Media-Monitoring hinzuzufügen und einheitlich und übersichtlich darzustellen. Und das auf mobilen Endgeräten, den Desktops der Mitarbeiter und nicht zuletzt auf großen Monitorwänden.

Dazu mussten im Laufe der Jahre immer größere Datenmengen in immer kürzerer Zeit verarbeitet und aufbereitet werden. Relevant wurden die Daten dadurch, dass die Agenda eines Kunden mit den öffentlich diskutierten Themen verzahnt werden konnte. Mit Hilfe des Digital Consulting führte Unicepta Kunden vom „Themen suchen“ zum „Themen machen“.

Mit dieser im Zeitraffer dargestellten inhaltlichen Entwicklung bei Unicepta ging eine technologische einher. Kurzum: An diesem Punkt der Wegstrecke sieht sich Unicepta mit seinem Know-how heute als Innovationsführer auf dem Feld des digitalen Informationsmanagements. Die Lufthansa und auch Haribo haben sich dieses Know-how zunutze gemacht und ihr Datenemanagement im Newsroom von Unicepta konzeptionieren, konfigurieren und einrichten lassen.

„Neues Mindset der permanenten Gleichzeitigkeit“

Unicepta Videowall LHIm Lufthansa-Newsroom hat Unicepta dafür gesorgt, dass alle Inhalte richtig konfiguriert auf die passenden Endgeräte kommen. Die große Video-Wall in der Zentrale am Frankfurter Flughafen visualisiert die Daten in Echtzeit, die für eine schnelle Beurteilung der aktuellen Lage wichtig sind. Angezeigt werden, welche Nachrichten gedruckt, online und in den sozialen Medien gerade Konjunktur haben. Zudem wird klar, welche Tweets und Postings zum Unternehmen sich in welchem Umfang viral verbreiten. Auf den Desktops und mobilen Endgeräten der einzelnen Mitarbeiter werden die für die jeweilige Aufgabe relevanten Daten dann zusätzlich runtergebrochen auf Detailinformationen, wie sich die eigenen Inhalte verbreiten, wie sich Themen entwickeln und welche Influencer die wichtigsten Treiber sind (Foto). Für die Lufthansa als ein Unternehmen, dessen Passagiere sich online beschweren, das stark im Fokus der Öffentlichkeit steht und das krisenanfällig ist, zeigen sich die Vorteile eines Newsrooms besonders ausgeprägt.

„Natürlich“, so Sebastian Rohwer, Managing Partner bei Unicepta, „müssen sich die Mitarbeiter in den Newsrooms erst an dieses neue Mindset der permanenten Gleichzeitigkeit gewöhnen. An die Stelle der analogen Lektüre ist die zusammenfassende Betrachtung getreten. Doch richtig genutzt liefert dieses digitale Informationsmanagement permanent eine Standortbestimmung zur Vorbereitung von kommunikativen Entscheidungen - eben die Möglichkeit, die relevanten Themen zu setzen und sie über die richtigen Kanäle auszurollen.“

Newsrooms in unterschiedlichen Größenordnungen

Jacobsen Sven Leiter Unternehmenskommunikation HARIBO GruppeDie Zusammenarbeit mit dem Kunden Haribo zeigt aus Sicht von Unicepta zudem, dass Newsrooms nicht nur ein Thema für die DAX-30-Konzerne sind. Der Süßwarenhersteller hat mit Bezug seiner neuen Unternehmenszentrale in Grafschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz Mitte Mai erstmanls einen Newsroom eingerichtet. Sven Jacobsen (Foto), Leiter der Unternehmenskommunikation bei Haribo, stellt fest: „Newsroom-Lösungen sind nicht nur etwas für global agierende Konzerne, sondern auch für innovative, international ausgerichtete Familienunternehmen.“ Sebastian Rohwer nimmt die Vorlage gerne auf und sagt: „Wir können die Infrastruktur in jeder gewünschten Größenordnung beisteuern. Nach der ausführlichen Konzeptionsphase ist es am Ende eine Frage der gewünschten Konfiguration.“

Unicepta Haribo Newsroom Videowall

Der Haribo-Newsroom in der neuen Unternehmenszentrale in Grafschaft.

Jacobsen ist von den Vorzügen angetan und bestätigt, dass für sein Team das Themenmanagement einfacher geworden ist: „Das umfassende crossmediale Listening ermöglicht uns, Themen zu identifizieren und sie adäquat zu nutzen.“ Er fügt hinzu: „Die Visualisierung der Echtzeitdaten hilft uns dabei, die Entwicklung von relevanten Themen frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig können wir direkt sehen, welche Inhalte gut funktionieren und was wir jeweils erreicht haben.“

„Digitalisierung wird greifbarer“

Zu dem Aspekt, dass mit den Monitoren eines Newsrooms Inhalte und Entwicklungen der Unternehmenskommunikation sichtbarer werden, sagt der Kommunikationschef von Haribo: „Die illustrierten Inhalte helfen uns dabei, schneller zu agieren und unsere eigene Agenda mit den öffentlichen Diskussionen abzugleichen.“ Wie sagte Sebastian Rohwer: „Die Digitalisierung wird greifbarer.“


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