Daimler-Chef Dieter Zetsche ist erneut Sieger des CEO-Reputationsindex.

Daimler-Chef Dieter Zetsche genießt unter Wirtschaftsjournalisten nach wie vor den besten Ruf. Im neuen „CEO-Reputationsindex“ belegt Zetsche erneut den ersten Platz. Den zweiten Rang belegt der CEO der Münchner Konkurrenz. BMW-Chef Harald Krüger, der seinen im Juni 2016 erstmals errungenen zweiten Rang damit zum dritten Mal in Folge verteidigt. Stetig aufwärts ging es dagegen für den neuen Drittplatzierten, Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

In dem halbjährlich erhobenen CEO-Reputationsindex steigerte sich Spohr nach dem vierten Rang im Juni 2017 und dem fünften Rang im Dezember 2016 kontinuierlich. Überzeugt hat er die teilnehmenden 88 Wirtschaftsjournalisten wohl vor allem mit seinen kühl kalkulierten Entscheidungen bei der Air Berlin-Insolvenz, die der Lufthansa-Aktie ein Kursplus von über 30 Prozent in den letzten drei Monaten bescherten.

Der CEO-Reputationsindex wird aus den Einstufungen der Journalisten bei den Indikatoren „Kompetenz und Persönlichkeit“, „Strategischer Weitblick“, „Offener Umgang mit den Medien“ und „Sympathie“ gebildet.

Erneuter „Reputationssieger“: Daimler-CEO Dieter Zetsche

Das höchste Ansehen der Wirtschaftsjournalisten unter allen Dax-CEOs genießt weiterhin Daimler-Chef Dieter Zetsche. In den persönlichen Kommentaren der Journalisten werden die Führungsqualitäten Zetsches gelobt („Hat Daimler quer durch das Modellangebot modernisiert und attraktiver gemacht und damit erheblichen Anteil am Erfolg des Unternehmens“) sowie seine menschlichen Qualitäten („Er wirkt nicht abgehoben wie die anderen Manager, sondern eher wie ein Nachbar.“)

Der Zweitplatzierte BMW-Chef Harald Krüger hat seinen im Juni 2016 erstmals errungenen zweiten Rang damit zum dritten Mal in Folge verteidigt. Ihm werden von den Journalisten die passenden Manager-Qualitäten bestätigt, um BMW in eine erfolgreiche Zukunft zu führen („Führt das Unternehmen so, dass es sich richtig entwickeln kann mit dem Fokus auf deutsche Ingenieurtechnik, Luxus und Leidenschaft am Auto sowie ein sportliches Gefühl“).

Hinter den beiden Platzhirschen aus der Automobilzunft und dem Lufthansa-Chef gibt es einiges Stühlerücken in den Top Ten des CEO-Reputationsindex. So bringt sich adidas-CEO Kasper Rorsted mit einem vierten Rang – nach Rang 6 im Juni 2017 – wieder in Erinnerung. Siemens-Chef Joe Kaeser – im Juni noch auf Rang 3 des CEO-Reputionsindex – erfährt von den Journalisten eine leichte Abstufung auf Rang 5 für seine kurz vor Umfragestart bekannt gewordenen Schließungspläne.

Mit Reputationsverbesserungen können SAP-CEO Bill McDermott (Rang 7 nach Rang 8 im letzten Juni) und Continental-Chef Josef Degenhard (Rang 10 nach Rang 13 im Juni 2017 und Rang 15 im Dezember 2016) auftrumpfen.

Bei den Einzelindikatoren des CEO-Reputationsindex zeigt BMW-Chef Harald Krüger besondere Stärke beim „Strategischen Weitblick“ (hier teilt er den ersten Rang mit Dieter Zetsche) sowie der Deutsche Bank-CEO John Cryan mit einem fünften Rang bei „Kompetenz und Persönlichkeit“.

„Erkennbar ist“, so Studienleiter Jürgen Doeblin, „dass sich das journalistische Klima gegenüber den Führungskräften großer deutscher Unternehmen nach dem Tief im Juni 2017 wieder erholt hat. Die damalige intensive Diskussion über Management-Versagen beim AbgasSkandal hatte sich wellenförmig über die gesamte Großindustrie verteilt. Zu wünschen ist, dass die Lehren aus diesem Skandal auf den Top-Ebenen nicht vergessen werden“. 

In der Doeblin Untersuchung wird das Bild aufbereitet, was Wirtschaftsjournalisten von CEOs haben. In der neuen Authenticity Gap Studie von FleishmanHillard geht es darum, wie die allgemeine Bevölkerung die Glaubwürdigkeit der Unternehmensnachrichten im Allgemeinen einschätzen. Beachten Sie dazu diesen Bericht an anderer Stelle im „PR-Journal“.


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