Mehr als 180 Einreichungen wertete die Jury für den dpa-Infografik-Award 2017 aus (Foto © Wolfgang Kumm / dpa)

Die Gewinner des dpa-Infografik-Awards stehen fest: Das Magazin „Capital“ siegte in der Kategorie „Nachrichtliche Infografiken“ mit einer beeindruckenden Darstellung der weltweiten Militärausgaben produziert von Infografiker Ole Häntzschel. Den ersten Platz in der Sonderkategorie „Wahlen“ sicherte sich die „Süddeutsche Zeitung“ für eine Beilage über die Zusammensetzung des neuen Bundestags. Der Branchenpreis der dpa-Tochter verzeichnete im Jahr des zehnjährigen Jubiläums einen neuen Einreichungsrekord.

Die Fachjury sichtete über 180 Einreichungen, darunter 80 Online-Grafiken. „Die Vielfalt der Grafiken ist überraschend und beeindruckend. Wir sehen erneut eine große Bandbreite in den Einreichungen", fasste Jurymitglied Jakub Chrobok von der Infographics Group die vorliegenden Arbeiten zusammen.

Insgesamt stellte die Jury fest, dass der visuelle Trend bei Infografiken heute stark in Richtung Schlichtheit und Sachlichkeit geht. „Je komplexer die Welt, desto größer ist der Wunsch nach einfachen Erklärmodellen. Weniger ist meistens mehr“, unterstrich Jurymitglied Andrea Wolf von der Forschungsgruppe Wahlen. So überzeugte der erste Platz in der Kategorie Nachrichtliche Infografik die Experten, weil die Einreichung „die Stärke der Reduktion auf den Punkt gebracht hat“, so Jurymitglied Volker Pook von der BTK Hochschule für Gestaltung.

Die Grafik des Magazins „Capital“ erklärt die weltweiten Militärausgaben anhand von stilisierten Bomben, die als Weltkarte angeordnet sind. Den Sieg in der Sonderkategorie Wahlen, der an die „Süddeutsche Zeitung“ ging, kommentierte Jurymitglied Thomas Heumann von der „FAZ“ als „perfekt vorbereitet und sehr gut umgesetzt“. Die „SZ“ hatte eine umfangreiche und visuell starke Beilage über den neuen Bundestag nach den Wahlen vom September eingereicht.

„Infografiken eignen sich hervorragend, unsere komplexe Welt zu erklären. Das wissen nicht nur die Printredaktionen von Zeitungen und Magazinen. Gleiches gilt für die Macher von Online-Angeboten, die in diesem Jahr so viele Bewerbungen eingereicht haben wie nie zuvor“, sagte Frank Rumpf, Geschäftsführer von dpa-Infografik, am Rande der Jurysitzung. Raimar Heber, Art Director bei dpa-Infografik und Initiator des Wettbewerbs, ergänzte: „Mit unserem Award wollen wir den Stellenwert der Infografik stärken und allen Infografikern die Chance geben, sich mit den Besten der Branche zu messen.“

Ein Gesamtsieger in der Kategorie Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit wurde in diesem Jahr nicht gekürt. „Es gab zwar mehrere gute Arbeiten, von denen aber keine absolut überzeugend für den Spitzenplatz war. Man kann es als Aufforderung an die Unternehmen verstehen, die Qualität der Einreichungen im nächsten Jahr weiter zu steigern“, erklärte Frank Rumpf von dpa-Infografik die Entscheidung der Jury.

Die Sieger des dpa-Infografik-Awards werden am 9. November im Newsroom der Deutschen Presse-Agentur in Berlin ausgezeichnet.


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