Rezension: Wann kommuniziert eine Führungskraft gut genug?
Ab wann lässt sich einer Führungskraft bestätigen, dass sie eine gute ist? Viele werden antworten, wenn sie gut kommunizieren kann. Schon klar, Führung, oder modern „Leadership“, sind sie nicht vor allem gekennzeichnet durch eine gute, effektive, effiziente Kommunikation? Aber genauer, wie wäre denn gut? Im gekonnt gesprochenen Wort, vor einer großen Gruppe, einer kleinen Gruppe, unter vier Augen? In einem persönlichen Brief oder elegant geschriebenen Teaser zu einem Newsletter-Text? Antworten gibt der erfahrene Autor Hartmut Laufer in dem hier zu rezensierenden Fachbuch, das eine Art kompakter schriftlicher Kurs in Führungskräftekommunikation ist.
Noch ein weiteres Fachbuch über Leadership? Es gibt doch schon so viel davon in der Management-Literatur… Das war der erste Gedanke des Rezensenten, als er den seinerzeitigen Verlagsprospekt von Kohlhammer durchblätterte. Einerseits. Aber anderseits stand da etwas von „aktuellen Aspekten der Führung“ im Untertitel des hier anzuzeigenden Lehrbuchs von Andreas Werner und Christine Arlt-Palmer. Das machte dann doch neugierig genug für eine Bestellung des Buches, zumal beide Autoren erfahrene Berater waren und sind, die in den Führungsetagen namhafter deutscher Unternehmen offene Türen vorfinden.
Der Resilienz-Begriff hat Konjunktur. Er hat in dem Maß an Fahrt aufgenommen, in dem sich die Krisen der letzten Jahre verdichtet haben. Der Begriff ist deswegen so schillernd, weil er in verschiedenen Human-, Sozial- und Geisteswissenschaften diskutiert und reflektiert wird. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven diskutiert. Mal ist es die persönliche Stress-Resistenz, mal meint es die Anpassungsfähigkeit von Systemen.
Wie „psychopathisch“ geht es in Führungsetagen zu? Und was kann die Interne Kommunikation im besten Fall dagegen tun? Annett Bergk, Romy Frandrup und Christopher Morasch sind diesen Fragen nachgegangen. Die Ergebnisse sind im Buch „Corporate Psychopathy“ zusammengefasst, das im Springer Gabler Verlag erschienen ist. Es richtet sich an Menschen, die in Teams arbeiten, selbst als Führungskräfte im Einsatz sind oder sich mit der Optimierung von Teamwork beschäftigen.
Wie steht es um den Purpose? Wer hat das Thema aufgebracht und wie ist die Beschäftigung mit der überzeugenden Darstellung des Unternehmenszwecks heute in den Unternehmen verankert? Eine Bestandsaufnahme liefert der hier anzuzeigende Sammelband von Schaeffer-Poeschel, herausgegeben von Andreas Baetzgen, Professor für Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, der zuvor schon mit interessanten Marketing- und Marken-Publikationen aufgefallen ist. Er hat für diesen Band 20 Beiträge aus der Marketing-Praxis zusammengestellt. Klare Empfehlung, aber die PR-Perspektive fehlt.