Wagner Helmut Belgien klein"Die wissenschaftliche Arbeit war gut, die Kommunikation dazu schlecht." Diese Aussage tätigte der Bonner Virologe Hendrik Streeck aktuell in einem Interview mit der „Zeit“, das am 1. Dezember in der Online-Ausgabe (paid) erschienen ist. Das „PR-Journal“ berichtete am 1. Dezember darüber. Streeck blickt darin kritisch zurück auf die Veröffentlichung seiner Studie und die Begleitkommunikation durch die Agentur Storymachine. In Bezug auf die Kommunikation damals sagte der Virologe: „Ich bin da komplett naiv reingerannt.“ „PR-Journal“-Leser Helmut Wagner (Foto), ein aktiver Ruheständler mit langjähriger PR- und PA-Erfahrung, sieht das anders. Er liest aus den Aussagen Streecks eine „bemerkenswerte Schuldzuweisung nicht ohne Heuchelei seitens des jungen Professors“ heraus. Lesen Sie nachfolgend den Kommentar von Helmut Wagner in voller Länge.

Leserbrief von Helmut Wagner vom 2. Dezember 2021

„Nach meiner Erinnerung war es insbesondere die Landesregierung von NRW bzw. der ehemalige Ministerpräsident Armin Laschet, von denen damals eine schnelle Veröffentlichung der Studienergebnisse gepusht wurde — und vermutlich wurde von diesen auch ‚das vorformulierte Narrativ (vulgo: das erwünschte Ergebnis der Aktion) in der Öffentlichkeit gesetzt‘. Streeck hat zum damaligen Zeitpunkt, geschmeichelt durch die immense mediale Aufmerksamkeit als Antipode zu Drosten, nicht erkannt oder erkennen wollen, dass er hier vor einen politischen Karren gespannt wurde. Ein Auftritt bei Lanz, wo dieser Vorgang zur Sprache kam und wobei Streeck m.E. nicht wirklich gut ausgesehen hat, untermauert diese Vermutung. Die Rüge des DRPR dient ihm in dem Interview mit ‚Zeit‘ nun dazu, den Schwarzen Peter an Storymachine weiterzureichen, sicherlich keine Waisenknaben, dennoch ist diese bemerkenswerte Schuldzuweisung nicht ohne Heuchelei seitens des jungen Professors.

Viele Grüße
Helmut Wagner
Overijse, Belgien“


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