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Der angekündigte Abschied von Clarissa Haller von Siemens hat Eberhard Wühle, unter anderem langjähriger PR-Chef bei Wolff Walsrode und Dow Chemical sowie DPRG- und DJV-Mitglied, zu einem Leserbrief veranlasst. Wühle ordnet den Wechsel von Kommunikationschefinnen und -chefs nach einem Wechsel an der Unternehmensspitze ein und verweist auf die Notwendigkeit eines intakten Vertrauensverhältnisses zwischen CEO und Kommunikationsleitung.

Leserbrief von Eberhard Wühle vom 13. April 2021

„Lieber Kollege Dillmann,

ooch, das ist aber eine interessante Nachricht – aber zu einem gut Teil auch nicht überraschend. Allzu häufig wechselt mit dem CEO auch die Kommunikationsleitung; es war mehrfach bei VW so, auch bei ThyssenKrupp. Auch aus etlichen anderen gedaxten und ungedaxten Unternehmen oder Organisationen bis hin zu lokalen und nationalen Amtsstuben unserer Republik kennen wir es, ebenso wie es Kollegen gibt, die gleich mehreren CEO gut ‚zu Diensten‘ gestanden haben.

Es hat sein Gutes, denn es beweist eine Binsenweisheit: gute Kommunikation setzt das Vertrauen und den Respekt der ‚Obrigkeit‘ voraus. Wie anders will Mann oder Frau Kommunikationsleitung sich davor bewahren, lediglich die ausführende Rolle spielen zu dürfen.

Es hat auch seinen Nachteil: Wenn der Chef und oft auch Strategie und Struktur des Unternehmens wechseln, müssen (gegenseitiges!) Vertrauen und Respekt nicht automatisch hinübergerettet werden können. Dann ist eine Trennung nur folgerichtig. Dabei bleibt Know-how für das Unternehmen auf der Strecke – bedauerlich. Dabei folgen den Guten nicht unbedingt die besseren Anderen – such is life. Eine ganz andere Wertung wäre, ab wann ‚Langjährigkeit‘ beginnt – schon vor Ablauf von fünf Jahren oder erst fünf Jahre nach einem ‚überstandenen‘ Vorstandswechsel, erfolgreich war er dann allemal.

Herzliche Grüße
Ihr Eberhard Wühle“


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