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Endlich ist es vorbei, dieses Jahr 2020. Was hatten wir uns nicht alles vorgenommen für diese schöne Jahreszahl. Es kam bekanntlich anders. Jetzt schauen wir optimistisch auf 2021 – beziehungsweise macht das natürlich ganz seinem Namen entsprechend unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto). Er hat da einige schöne Empfehlungen für Sie, wie Sie dieses Jahr zu einem wertvollen und wertschätzenden machen können. Das Beste daran ist, dass es Ihnen guttun würde und Ihren Mitmenschen ebenso. Was wollen wir mehr? Davon ist unser Sprach-Optimist sogar sehr überzeugt. Er bringt das in seiner gewohnten Art leidenschaftlich in seiner ganz eigenen Wortwahl rüber und hofft darüber hinaus, Sie dieses Jahr auch live zu treffen.

Von Murtaza Akbar, Neu-Isenburg

Dieses Jahr wird anders. Schöner, persönlicher, wertvoller. Ja, wirklich. Das fängt schon bei den Neujahrsvorsätzen für 2021 an. Macht das überhaupt noch jemand? Sich sowas vornehmen wie mehr Bewegung (oder sogar Sport?), weniger Essen (oder sogar weniger Alkohol?) oder sagen wir’s positiver: mehr Achtsamkeit? Das ist schön, sehr schön sogar, aber nee, nach 2020 wissen wir doch, was wirklich wichtig ist. Nur sollte es nicht bei Vorsätzen bleiben, sondern in die Tat umgesetzt werden. Achtung, Sie merken: Ihr Sprach-Optimist verbreitet jetzt neben seinem systemrelevanten, sorry, systemimmanenten Optimismus auch noch ganz emotional seine Wertevorstellungen. Vor allem für 2021. Oha.

Solidarität als Wert steht selbstverständlich außer Frage, gerade für die Gesundheit von uns allen. Klar. Danach fängt mein Werte-Alphabet mit „E“ an. Fragen Sie mich nicht, wie ich auf diesen Einstieg komme, sollte einfach was Abgefahrenes sein. Na ja, zumindest etwas außergewöhnlich. Denn wer möchte schon „normal“ sein? Rhetorische Frage. Also das „E“ sollte Ihnen 2021 besonders wichtig sein, „E“mpfehle ich. Und damit meine ich, handeln Sie „E“thisch und „E“mpathisch. Fürs Thema Ethik gibt es entsprechende Experten. Beim Thema Empathie haben Sie ja Ihren Sprach-Optimisten, der Ihnen jetzt ins Gewissen redet. Und zwar voller Inbrunst.

Denn er meint sogar ein Doppel-E. „Echte Empathie“. Total echt bitte („authentisch“ habe ich aus meinem Wortschatz gestrichen, wird einfach überall inflationär benutzt). Fragen Sie nicht pseudomäßig „Wie geht’s Dir?“. Es sei denn, Sie haben echtes Interesse an Ihrem Gesprächspartner. Und wenn er oder sie von Sorgen erzählt, dann seien Sie empathisch. Ja klar, das bin ich, sagen die meisten. Aber empathisch zu sein, heißt nicht: „Ich verstehe, was Du meinst, folgendes ist mir nämlich auch schon passiert …“ Von sich selbst zu erzählen und das ständig und immer wieder ist alles, nur nicht empathisch. Die Krux: Diejenigen, die das tun, merken es gar nicht.

Ich habe einen Bekannten, der ist klasse, sozial, engagiert und ich bin mir sicher, er denkt nicht, er sei empathisch, nein, er denkt, er sei superempathisch. Aber irgendwie kommt er in jedem (!) Gespräch immer sehr, sehr schnell auf sein Leben. Tja, meine Erfahrung ist, dieses „Von-sich-selbst-erzählen“ korreliert mit dem Alter. Kinder sind da noch neugieriger. Sie merken, Ihr Sprach-Optimist ist dieses Mal etwas eindringlicher. Wohl wahr. 

Ich möchte Ihnen noch ein paar mehr Werte ans Herz legen. Fangen wir jetzt doch mit „A“ an. Seien Sie „A“ufmerksam. Rufen Sie doch einfach mal selbst Ihre Kollegin, Ihren Mitarbeiter, Dienstleister, Bekannten an. Einfach so. Krass, oder? Und hören Sie wirklich zu, wenn Sie mit jemandem sprechen, und interessieren sich für ihn oder sie. Ja, das hatten wir schon, siehe oben. Kommt aber halt so selten vor. Ich kaufe auch noch ein „G“. Zeigen Sie „G“efühle. Echte natürlich. Gefühlvoll zu sein, wie wunderbar.

Zum Abschluss kommt jetzt VW. Logisch, nicht die Automarke, sondern zwei von mir unfassbar hoch geschätzte Werte. Und das ist keine Übertreibung: „V“erbindlichkeit. Rufen Sie zurück, antworten Sie auf Mails, machen Sie konkrete Aussagen, die Sie dann sogar einhalten. Wie verrückt wäre das? Ich schulde Ihnen noch das „W“. „W“ertschätzung. Echte, empathische, aufmerksame, gefühlvolle, verbindliche Wertschätzung. Was das mit Ihrer Wortwahl zu tun hat? Das erläutere ich leidenschaftlich gerne in meinen Vorträgen, natürlich ab und an mit einem Augenzwinkern. Und wenn Sie wollen und es Gesundheit und Zusammenleben zulassen, würde ich mich sehr freuen, wenn ich dieses Jahr mit einer Wortwahl-Keynote auch mal zu Ihnen komme. Ich fände es so schön, Sie mal persönlich und leibhaftig kennenzulernen. Hätten Sie auch Lust?

Über den Autor: Murtaza Akbar ist Geschäftsführer von Wortwahl – Agentur für Unternehmens- und Onlinekommunikation in Neu-Isenburg. Der gebürtige Frankfurter mit pakistanischen Wurzeln ist zudem Dozent an der Hochschule Darmstadt im Studiengang Onlinekommunikation sowie Speaker, Trainer und Coach zum Thema Sprache und (Kunden-)Kommunikation. Zu erreichen ist Murtaza Akbar per E-Mail beziehungsweise via TwitterInstagram und Facebook.


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