Voll auf die Presse!
(Foto: Ulrike Polaski)Nils Wiggers Interview-Reihe „Voll auf die Presse!“ blickt dorthin, wo PR auf Journalismus trifft – und es nicht immer reibungslos läuft. Im Zentrum stehen die Mechaniken moderner Medienarbeit: Themenpitch, Timing, Relevanz und der Umgang miteinander im Redaktionsalltag.
Warum landen gute Themen nicht in den Medien? Wie ticken Redaktionen – und wodurch sind Journalist:innen wirklich genervt? Was erwarten sie von PR-Seite? Nils Wigger fragt nach. Voll auf die Presse! Die Interviews bieten klare, teils unbequeme Einordnungen aus journalistischer Perspektive, entlarven Routinen und Denkfehler – und zeigen, wie Pressearbeit besser funktionieren kann. Tauchen Sie ein!
Voll auf die Presse, Matthias Hohensee! „Früher hast du relativ schnell ein Interview mit dem Google-Gründer bekommen“
Nach seinen journalistischen Anfängen im Ostdeutschland der Nachwendezeit wechselte Matthias Hohensee Mitte der 90er-Jahre zur WirtschaftsWoche. Heute kennt kaum jemand die Tech-Szene so gut wie er: Seit fast 28 Jahren berichtet er nun direkt aus dem Silicon Valley. Er hat die Dotcom-Blase hautnah miterlebt, eines der seltenen Wortlaut-Interviews mit Steve Jobs geführt und Google noch als kleines Start-up begleitet. Auch Mark Zuckerberg kennt er noch aus dessen frühen Jahren als medienscheuer Brancheneuling. Im Interview spricht er über seine Anfänge im Valley und beleuchtet das sich wandelnde Verhältnis zwischen Tech-Konzernen und der Presse. Zudem verrät er, wie er an die wirklich guten Storys gelangt und warum ausgerechnet sein deutscher Akzent dabei ein großer Vorteil ist.
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Voll auf die Presse, Olga Herschel! „Die Psychiatrie ist dem Journalismus erstaunlich ähnlich“
Nach einem Jahr als Ärztin in der Notaufnahme und weiteren vier in der Kinder- und Jugendpsychiatrie entschied sich Olga Herschel 2022 für einen konsequenten Wechsel in den Journalismus. Heute berichtet sie als freie Journalistin für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel, die Zeit, und den Deutschlandfunk an der Schnittstelle von Medizin und Gesellschaft. Zu ihren Schwerpunkten gehören investigative Recherchen und Doku-Podcasts wie zuletzt „Geteiltes Leid“. Im Interview erklärt die Quereinsteigerin, wieso ihre psychotherapeutische Erfahrung das perfekte Handwerkszeug für sensible Recherchen ist, weshalb in Gesundheitsresorts naturwissenschaftliche Expertise wichtiger ist denn je und warum der Gesundheitsjournalismus mehr Ambition, Tiefe und einen Fokus auf lösungsorientierte Ansätze braucht.
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Voll auf die Presse, Helena Smolak! "Dann schreiben wir eben gar nicht drüber"
Von der UN-Ermittlerin zur Top-Journalistin: Helena Smolak ist das beste Beispiel dafür, dass der Journalismus mehr Mut zum Quereinstieg verträgt. Nach ihrer Zeit bei den Vereinten Nationen – wo sie als Ermittlerin für Fälle von Korruption und sexueller Gewalt für Aufklärung sorgte – schrieb sie für das Wall Street Journal und ist heute als Pharma-Reporterin beim Handelsblatt sowie als Gastautorin für die New York Times tätig. Im Interview verrät die "Top 30 under 30"-Preisträgerin, warum echtes journalistisches Handwerk für sie vor allem darin besteht, die richtigen Fragen zu stellen und ein starkes Netzwerk aufzubauen. Außerdem haben wir mit ihr darüber gesprochen, wie sie sich in männlich dominierten Chefetagen behauptet und weshalb KI niemals das „Hören zwischen den Zeilen“ ersetzen wird.
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Voll auf die Presse, Florian Reiter! „Wir sind nicht für Kampagnen zuständig – weder pro noch kontra Klimaschutz“
Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch Klimaredaktionen? Wenn es nach Florian Reiter geht, muss das Wissen um die Transformation längst in die Finanz-, Politik- und Sportressorts wandern. Als Senior Editor von Focus Online Earth räumt er mit dem Image des Nischenthemas auf und fordert eine Berichterstattung, die Lösungen statt Angst liefert – denn wir befinden uns in einer neuen Ära des Klimajournalismus. Ein Gespräch über den schmalen Grat zwischen Aufklärung und Kampagne, den Abschied von der „Eisbären-Didaktik“ und warum gute PR für ihn auf echter Symbiose basiert, die nicht nur vom passgenauen Pitch abhängt.
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Voll auf die Presse, Eleni Frommann! „Reißerische Negativität zieht bei der ‘Generation TikTok’ nicht mehr“
Während etablierte Medienhäuser noch nach dem Masterplan für die 'Generation TikTok' suchen, schlägt Eleni Frommann die Brücke zwischen klassischem Journalismus und moderner Content Creation. Die ehemalige Leichtathletin und gelernte PR-Beraterin beweist, dass sie als 'Ein-Frau-Redaktion', schneller sein kann als klassische News-Formate – und scheut dabei nicht davor zurück, auch mal auf der 'schwarzen Liste' großer Medienhäuser zu landen. Ein Gespräch über journalistisches Handwerk in Social-Media-Zeiten, klare Haltung und den Hunger nach Geschichten, die sonst keiner erzählt.
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Voll auf die Presse, Gordon Repinski! "In der Durchschnittspolitik gibt es wenig Ehrgeiz, es kommunikativ wirklich besser zu machen."
Gordon Repinski ist Executive Editor bei Politico Deutschland, Host des Politico Berlin Playbook Podcasts und erfahrener Politikjournalist. Im Gespräch erklärt er, warum Kommunikation in der Politik oft an alten Mustern scheitert, wie Fraktionsdisziplin und Innovationsdruck zusammenhängen – und weshalb Selbstironie manchmal das beste Kommunikationsmittel ist.
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Voll auf die Presse, Dominik Bath! "Ich glaube, dass die Menschen nach wie vor an der Wahrheit interessiert sind"
Dominik Bath ist Wirtschafts- und Politikredakteur in der Funke-Zentralredaktion in Berlin. Im Gespräch erklärt er, wie das Zentralmodell die Regionaltitel stärkt. Außerdem haben wir darüber gesprochen, warum Print weiter Relevanz hat, Regionalmedien beim Vertrauen oft vorn liegen und wie er Wirtschaft so erzählt, dass sie für ein breites Publikum verständlich bleibt.
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Voll auf die Presse, Benedikt Becker! "Lungern ist eine unterschätzte Kunst"
Benedikt Becker berichtet seit mehreren Jahren aus dem Herzen der Hauptstadt – aktuell vor allem über den Kanzler und die CDU. Im Gespräch erklärt der Chefreporter der WirtschaftsWoche, warum er der schnellen Nachrichtenwelle nicht hinterherrennt, Gespräche mit etwas Abstand oft die besten Einsichten liefern – und wie Social Media die Rolle von Politik und Journalismus verändert.
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Voll auf die Presse, Nina Müller! "KI kennt keine Leute"
Nina Müller berichtet für die F.A.Z. über digitale Transformation und KI, ordnet Studien ein, liefert Deep Dives und bringt Themen auf Bühnen wie die F.A.Z.-KI-Konferenz. Im aktuellen Beitrag der "Voll auf die Presse!"-Reihe mit Nils Wigger geht es um die Spielregeln für Reichweite und Attribution, die Abhängigkeit des Journalismus von großen Plattformen, Verticals als Geschäftsmodell – und die Frage, warum guter Journalismus auch in der KI-Ära ohne Begegnungen nicht auskommt.
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Voll auf die Presse, Sönke Iwersen! "In der Regel wird gemauert, gelogen, bestritten – oder angegriffen und gedroht."
Wenn Sönke Iwersen vom "Handelsblatt" anruft, ist das selten eine gute Nachricht für Unternehmen. Der Leiter des Investigativ-Ressorts und sein Team haben bereits Skandale rund um Wirecard, Cum-Ex oder die Tesla-Files aufgedeckt. Und wurden dafür vielfach ausgezeichnet – sogar mit dem Kurt Tucholsky Preis für Literarische Publizistik. Im aktuellen Beitrag der "Voll auf die Presse!"-Reihe mit Nils Wigger geht es um die neue Rolle der Pressestellen, über die Rolle von KI in der Recherche, über Aktenordner unterm Weihnachtsbaum und – natürlich – auch über Tupac.
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Voll auf die Presse, Caspar Tobias Schlenk! „Kritisch sein heißt nicht draufhauen, sondern genauer hinschauen.“
Caspar Tobias Schlenk ist Redakteur beim "Manager Magazin", Podcast-Host und gelegentlich auch als Moderator auf der Bühne zu sehen. Gemeinsam mit Kolleg:innen recherchierte er kritische Geschichten rund um Solaris und Check24, arbeitete als Tech-Redakteur beim Wirtschaftsmagazin "Capital" und baute das Fintech-Portal Finance Forward mit auf. Aktuell schreibt ervor allem über Technologie-Themen wie Fintech, KI, Defense-Tech und SAP. Im ersten Beitrag der "Voll auf die Presse!"-Reihe mit Nils Wigger geht es um den schmalen Grat zwischen kritischer Distanz und Nähe in der Berichterstattung, sowie um realitätsfremde PR-Pitches und KI-Washing.
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