Horst Avenarius (links) mit seinem Nachfolger bei BMW und beim DRPR, Richard Gaul (Quelle: DRPR)

Ein PR-Manager, der Meriten für das ganze Berufsfeld hat, wird 90 Jahre alt. Horst Avenarius wurde am 26. August 1930 als ältestes von sieben Kindern eines mittelständischen Chemiefabrikanten in Gau Algesheim, einer kleinen Stadt am Rhein, geboren. Das Chemiestudium und die Übernahme der Fabrik des Vaters war aber nicht in seinem Sinn, Avenarius studierte Philosophie in Mainz, Paris und München, wo er schließlich in Geschichte an der Münchner Universität promoviert wurde. Sein Doktorvater Franz Schnabel hatte ihm das Promotionsthema „Reichs- und Kaiseridee bei französischen Geschichtsdenkern: Beiträge zur Geschichte des Reichsbewusstseins in Europa“ aufgetragen. Nach der Promotion 1956 begann er bei Mannesmann als Werkredakteur (wie es damals noch hieß), ging 1969 zu WMF und wechselte dann 1973 zu BMW, wo er 16 Jahre, bis 1989, Kommunikationschef blieb. Von 1988 bis 1992 war er Vorsitzender der Herbert Quandt-Stiftung. In dieser Position verhalf er der deutschen Kommunikationswissenschaft und auch der noch in den Kinderschuhen steckenden PR-Forschung in Deutschland durch die Organisation von vier transatlantischen Kongressen dazu, überhaupt ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln und international anschlussfähig zu werden.

Gegen Ende seines aktiven Berufslebens begann er, sich verstärkt mit den ethischen Grundlagen seines Berufs zu beschäftigen. Als gewählter Vizepräsident der DPRG Deutsche Public Relations-Gesellschaft und als Vorsitzender der Ethik-Kommission des Verbandes entwickelt er mit den „Sieben Selbstverpflichtungen“ einen prägnanten und kurzen Kodex, der dem DRPR Deutscher Rat für Public Relations dann viele Jahre, bis 2012, als Richtschnur diente. Als er 1992 Vorsitzender des DRPR wurde, aktivierte er dieses Gremium und professionalisierte es. Konkrete und kritische Fälle wurden intensiv diskutiert, gelegentlich Personen oder Organisationen gegenüber auch öffentliche Rügen ausgesprochen. Damit kam das Berufsfeld PR, das sich in den Neunzigern nur in den Fachmedien abspielte, auch in der seriösen Presse und den Publikumsmedien vor. Der Fall Hunzinger führte zum ersten Mal dazu, dass dieses Berufsfeld überhaupt breiter - und dann meist negativ bewertet - wahrgenommen wurde. Es war aber gut, dass die in den Nachrichtensendungen interviewten Verbandspräsidenten auf die Existenz von Ethik-Codizes verweisen konnten und darauf, dass Hunzinger diese verletzt habe. Das Prinzip, eine Selbstkritikinstanz für das Berufsfeld zu schaffen, hatte die DPRG damals vom Journalismus übernommen, der Presserat war schon 1956 gegründet worden.

Horst Avenarius hat durch seine 16-jährige Tätigkeit als Ratsvorsitzender des DRPR und durch seine vielfältigen publizistischen und seine akademischen Lehr-Aktivitäten, durch seine vornehme Streitbarkeit und seinen argumentativen Stil entscheidend dazu beigetragen, dass PR-Ethik heute nicht mehr als etwas ist, was nicht zusammenpasst (wie der Teufel und das Weihwasser) wahrgenommen wird oder gar ein Widerspruch in sich ist. Kommunikationsethik wird mittlerweile in der Kommunikationsbranche, in der Wissenschaft und auch in der Wirtschaft ernst genommen. Vielen gilt Ethik sogar als wichtiges Zukunftsthema. Avenarius hat der gesamten Branche durch sein Wirken größeres Ansehen verschafft und ein Bewusstsein für eine ethisch fundierte Berufspraxis geschaffen. Blättert man in seinem letzten Buch („Nachdenken über Public Relations. Aufsätze, Reden und Gespräche eines PR-Menschen“) und sieht man sich einige Interviews mit ihm (ab jetzt auf pr-museum) an, wird man den Eindruck nicht los, dass Horst Avenarius den Zustand der Weisheit erlangt hat. Wir haben mit Horst Avenarius einen „PR-Weisen“ vor uns, vielleicht sogar den ersten in Deutschland. Verlag und Redaktion des "PR-Journal" und die gesamte PR-Kommunikations-Branche gratulieren ihm ganz herzlich zu seinem 90. Geburtstag und wünschen ihm weiterhin Gesundheit! Ad multos annos!

Autor dieses Textes ist Univ.-Prof. Dr. (em.) Günter Bentele, Berlin. Ein zweiteiliger, biographischer Beitrag über Host Avenarius ist hier im pr-museum.de erschienen.


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Personalien

Olivia Hernández wechselt zu Wilde & Partner

Olivia Hernández (39) ist neue Mitarbeiterin im Team der Münchner Agentur Wilde & Partner Communications und übernimmt die Leitung des Bereichs Marketing Services und Media Planning. Vor ihrem Wechsel arbeitete Hernández seit 2014 für die Bayerische Landesmarketingorganisation (LMO), wo sie unter anderem das Markt- und Themenmanagements für Deutschland, Österreich und die Schweiz leitete und dabei sämtliche Marketingmaßnahmen im deutschsprachigen Raum verantwortete. Vor ihrem Einstieg bei der LMO führte sie die Marketingabteilung der Regensburg Tourismus GmbH. 

Etats

Maske auf und durch! Initiative „Deutschland gegen Corona“ startet in die zweite Runde

Zu Beginn der Adventszeit und der Einführung weiterer Einschränkungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens geht die prämierte Awareness-Kampagne #allefüralle der Initiative „Deutschland gegen Corona“ in die zweite Runde, nachdem sie bereits zu Beginn der Pandemie erfolgreich kommunikative Impulse gesetzt hat. Die Initiative „Deutschland gegen Corona“, ein breites Bündnis aus Wirtschaft und Medien unter Führung der Agenturgruppe fischerAppelt, will mit aufmerksamkeitsstarken Anzeigenmotiven speziell jüngere Zielgruppen ansprechen, um gemeinsam das Corona-Infektionsgeschehen weiter einzudämmen. Bereits im Frühjahr motivierte die Kampagne #allefüralle Bundesbürgerinnen und Bürger mit Erfolg dazu, Abstand zu halten und solidarisch zu handeln.

Agenturen

GWA-Befragung: Erwartungen bei Mitgliedsagenturen weniger düster als im Frühjahr

Eine aktuelle Bestandsaufnahme für den Agenturmarkt fällt aus Sicht des Gesamtverbandes Kommunikationsagenturen GWA verhalten optimistisch aus – gemessen an den Vergleichszahlen, die im April 2020 während des ersten Lockdowns erhoben wurden. Viele der damals prognostizierten Negativszenarien sind nicht eingetreten. Von einer grundlegenden Erholung kann aber auch keine Rede sein. Bei einer digitalen Pressekonferenz des GWA zur Lage der Agenturbranche und zu den Aussichten für 2021 erklärte Verbandspräsident Benjamin Minack, dass 60 Prozent der Agenturen von einem Umsatzrückgang für 2020 ausgehen. 56 Mitgliedsagenturen nahmen an der Befragung teil, die vom 28. Oktober bis zum 3. November stattfand.

Unternehmen

Kommunikationsoffensive: Volkswagen wehrt sich aktiv gegen neue Klagewelle

Es ist etwas stiller geworden um die Volkswagen AG und die Folgen des Dieselskandals. Zwar sind immer noch zahlreiche Verfahren an Gerichten im ganzen Land anhängig, doch arbeitet der Konzern intensiv daran, das verloren gegangene Vertrauen zurück zu gewinnen. Da sind Skandale wie der um einen rassistischen Werbeclip für den VW-Golf natürlich kontraproduktiv. Und doch sagt der Konzern über sich, dass das Unternehmen heute ein besseres sei als vor dem Dieselskandal. „Dieser positive Veränderungsprozess ist unumkehrbar“, heißt es auf der Konzernwebsite. Mit diesem neuen Selbstbewusstsein hat der Konzern jetzt eine Kampagne gestartet, die mit Hilfe von Google-Anzeigen eine neue Internetseite bewirbt. Der Inhalt: Besitzer von VW-Modellen mit dem neuen Dieselmotor EA288 werden vor weiteren oder neuen Klagen gegen den Konzern gewarnt.

Verbände

Gendersensible Sprache: BdKom veröffentlicht Kompendium

Gendersensible Sprache Kompendium bdKom CoverViele Kommunikationsverantwortliche stehen aktuell vor der Frage, wie sie in Unternehmen und Organisationen einen Prozess hin zu gendersensibler Sprache anstoßen oder moderieren sollen. Wie kann das Bedürfnis erfüllt werden, Gleichberechtigung und Fairness auch in der Sprache zum Ausdruck zu bringen, ohne in puncto Lesbarkeit neue Hürden aufzubauen? Der BdKom, Berlin, will bei der Auseinandersetzung mit dieser Frage unterstützen und eine Grundlage für eine informierte Diskussion zum Thema schaffen, ohne Vorschriften zu machen. Für eine eigene, faire Sprachpraxis nutzt der Verband künftig Doppelnennungen, genderneutrale Begriffe und – wenn es sich empfiehlt – den Genderstern.

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Branche

Einstiegsgehälter für Absolventen: In Werbung, Marketing und PR gibt’s am wenigsten

Das durchschnittliche Gehalt von Berufseinsteigern mit akademischem Abschluss liegt in Deutschland bei 45.400 Euro brutto. Masterabsolventen verdienen im Schnitt zwölf Prozent mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen mit Bachelorabschluss. Wer promoviert hat, bekommt sogar fast 33 Prozent mehr. Das zeigt der neue StepStone Gehaltsreport für Absolventen, für den die Online-Jobplattform Gehälter von rund 13.000 Berufseinsteigern mit akademischer Ausbildung ausgewertet hat. Absolventinnen und Absolventen eines Medizinstudiums bekommen zum Start am meisten: Mit durchschnittlich 59.500 Euro sind sie Spitzenreiter des Rankings nach Studiengang. Die niedrigsten Einstiegsgehälter gibt es in der Hotel- und Gastronomiebranche (34.000 Euro), der Freizeit- und Touristikbranche (36.100 Euro) sowie im Bereich Agentur, Werbung, Marketing und PR (36.600 Euro).

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Medien

Wegen unterschiedlicher Auffassungen: Chefredakteur Sven Afhüppe verlässt „Handelsblatt“

Sven Afhüppe (49), seit 2015 Co-Chefredakteur, seit 2016 alleiniger Chefredakteur des „Handelsblatts“ und seit 2018 assoziiertes Mitglied der Geschäftsführung, will sich künftig neuen Aufgaben widmen und verlässt die Handelsblatt Media Group (HMG), Düsseldorf, im Dezember. Die Trennung erfolgt im besten Einvernehmen aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur weiteren strategischen Entwicklung des „Handelsblatts“. Afhüppes Nachfolger wird Sebastian Matthes (43), der die Chefredaktion zum Jahresbeginn 2021 übernimmt. Basierend auf der unter seinem Vorgänger erfolgten Integration von Print und Digital hat Matthes seit Jahresbeginn 2018 als Stellvertreter des Chefredakteurs und Head of Digital des „Handelsblatts“ die redaktionellen Abläufe auf eine konsequente Digital-First-Arbeitsweise umgestellt.

Studenten-Initiativen

Kommoguntia e.V.: Zwei neue Gesichter im Vorstand und weitere Veränderungen

Bei der Mainzer Studierendenorganisation kommoguntia e.V. hat es Veränderungen im Vorstand gegeben. Jasmin Oehl und Magnus Maidhof unterstützen ab sofort den bisherigen Vorstand um Tim Fußer in seiner Arbeit und übernehmen den Aufgabenbereich Mitglieder und Finanzen. Marco Fanta musste seinen Posten als Schatzmeister aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Neben dieser Neubesetzung wurden in den Semesterferien einige schon länger geplante strukturelle Veränderungen in der Vereinsstruktur angestoßen.

Social Media

Fußball-Bundesliga: „kicker“ und nexum küren digitale Champions

Für das führende Fußballmagazin „kicker“ hat die Digitalberatung und -agentur nexum den digitalen Reifegrad der 18 Bundesliga-Vereine untersucht und sieben Disziplinen genau beleuchtet. Deutscher Digital-Meister ist danach RB Leipzig. Zwar ist RB nur in der Kategorie Social Media auf dem ersten Platz zu finden, belegt dafür aber in anderen Disziplinen häufig die vorderen Plätze und sichert sich damit den Gesamtsieg. Digitaler Vizemeister ist Eintracht Frankfurt, gefolgt von Bayer 04 Leverkusen. Serienmeister Bayern München kommt digital nur in die Europa League. Borussia Dortmund schrammt nicht nur am internationalen Geschäft vorbei, sondern muss auch zusehen, wie Erzrivale Schalke 04 auf Platz vier in die digitale Champions League segelt. 

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Rezensionen

Rezension: Fundierte Kritik an hergebrachter Werbewirkungsforschung

Neurokommunikation Fehse Kai BuchcoverGibt es den Heiligen Gral der Marketingkommunikation wirklich, den oft gesuchten „Kaufknopf“ im Kopf des Konsumenten? Den man durch gezielten Einsatz von Kommunikations- und Marketingmitteln ansteuern, aktivieren und somit zu einer Kaufentscheidung im Sinne der werbetreibenden Wirtschaft auslösen kann? Es gibt nicht wenige, die es immer schon vorgegeben und geglaubt haben. Die einfachen Stimulus-Response-Modelle haben dergleichen immer schon zumindest suggeriert. Einsatz eines gezielten Reizes, Auslösen einer gewünschten Aktion. Ursache folgt Wirkung, das war und ist bei vielen Werbepraktikern unverändert die Annahme. Dem widerspricht Autor Kai Fehse in seinem Buch Neurokommunikation. Darin stellt er den alten Thesen neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung gegenüber.

Der Sprach-Optimist

Waschmaschinen leben länger mit ...?

Kennen Sie Ohrwürmer? Bei bekannten Songs natürlich, aber auch bei Fernseh- oder Radiospots, deren Jingle Ihnen nicht mehr aus dem Kopf geht? Das kann zu echten Risiken und Nebenwirkungen führen. Bestes Beispiel dafür ist unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto). Denn er hat sogar eine ganze Kolumne voller Jingles geschafft. Und Sie kennen garantiert viele davon. Aber wir raten hier zur besonderen Vorsicht, denn das Lesen dieser Kolumne kann zu größeren Auswirkungen führen – nicht nur für Sie, sondern auch für Ihre Mitmenschen, denn Sie werden diese Kolumne nicht lesen können, ohne zu singen, ob Sie wollen oder nicht …

Leserkommentare

Weitere Leserzuschrift zum Thema gendergerechte Sprache

Mueller Hubertus J Foto LeserbriefDer „PR-Journal“-Beitrag vom 16. Oktober „Gendergerechte Sprache wird in Unternehmensberichten zurückgedreht“ findet weiterhin breite Beachtung. Manfred Piwinger stellt darin fest, dass in vielen DAX-Geschäftsberichten im Vergleich zu den Vorjahren tendenziell eine Abkehr von Doppelbenennungen erkennbar sei. Nachdem weitere Medien das Thema aufgegriffen haben, erreichte uns ein weiterer Leserkommentar von Hubertus J. Müller (Foto) . Müller, der nach eigenen Angaben über langjährige Praxis in den Feldern unternehmens- und HR-bezogener Kommunikation verfügt, stellt darin fest: „Für Frauendiskriminierung liefern die Berichte dem Eindruck nach keinen Anhaltspunkt.“

Studien

Untersuchung: MPM analysiert die Geschäftsberichte der MDAX-Unternehmen

Anhand eines Katalogs von mehr als 30 Einzelkriterien analysiert die Mainzer Agentur MPM Corporate Communication Solutions jedes Jahr die Geschäftsberichte der deutschen DAX-30-Unternehmen. Nun wurde auch erstmals der deutsche Mittelstand unter die Lupe genommen. Neben wenigen Gemeinsamkeiten überwiegen die Unterschiede zwischen den großen und den mittelgroßen Unternehmen. So nutzen zum Beispiel nur 40 Prozent der Unternehmen eine Botschaft des Vorstands, um Kontakt mit den Lesern aufzunehmen. Im DAX dagegen verzichtet nur eine kleine Minderheit (10 %) auf diese Gelegenheit.

Aus- und Weiterbildung

SCM lädt ein zu den Praxistagen Interne Kommunikation

Die SCM School for Communication and Management veranstaltet am 8. und 9. Dezember die Praxistage Interne Kommunikation 2.0 zum Thema „Social Intranet, Digital Workplace, Mobile Apps“ – wie inzwischen gewohnt auf digitalem Wege. In Keynotes und Best Cases liefern die Kommunikatorinnen und Kommunikatoren aus den Unternehmen Wintershall Dea, Heraeus Holding, Share Now und Deutsche Bank Einblicke in ihre Arbeit. In Workshop-Sessions erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem die Möglichkeit, ihr Wissen zu vertiefen und Gelerntes in die Praxis umzusetzen. Eine virtuelle Mittagspause und eine interaktive Barcamp-Session bieten Raum zum Austausch und zum Netzwerken.

Jobprofile

Was macht eigentlich ein Medical Writer bei FleishmanHiIllard?

In der Healthcare-PR-Unit der Agentur FleishmanHillard, Frankfurt am Main, gewinnt das Medical Writing an Bedeutung. Für den Job ist ein Medizinstudium nicht Voraussetzung – und auch sonst ist das Aufgabenspektrum alles andere als langweilig. Bastian Schmidt, Senior Medical Writer bei FleishmanHillard, erzählt was sich dahinter verbirgt, wie man Medical Writer werden kann und was man idealerweise dafür mitbringen sollte.

Seminarkalender

Seminarkalender 2020/21

Seminare, Tagungen, Workshops und Webinare. Der „PR-Journal“-Seminarkalender 2020/21 gibt Ausblick auf relevante Fort- und Weiterbildungsangebote der kommenden Monate. Unsere kompakte Auflistung für Kommunikationsfachleute in Agenturen, Unternehmen und Verbänden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere im Zuge der Corona-Krise stehen Termine mitunter zur Dispostion. Eine vorherige Rücksprache mit den Seminarveranstaltern ist für Interessenten dringend ratsam. 

Korrekturen, Ergänzungsvorschläge oder die Ankündigung neuer (digitaler) Seminare sind jederzeit willkommen an: slomian@pr-journal.de. Hinweis: Event-Einträge in unseren Kalender sind generell kostenfrei - für eine direkte Verlinkung zur Seminar-Anmeldung wird eine einmalige Gebühr von 50 Euro/Link fällig. 

NOVEMBER

Webinar: Werkzeugkasten Unternehmenskommunikation
MW Media Workshop GmbH
30. November 2020 
450,00 Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Seminar: Kundenmagazine und Mitarbeiterzeitungen
MW Media Workshop GmbH
30. November und 1. Dezember 2020 in Hamburg
1090,00 Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Seminar: Interne Kommunikation im Schleudergang – Die wichtigsten Grundlagen
SCM – School for Communication and Management
30. November 2020 in Berlin
490,00 Euro zzgl. MwSt.

Preise und Awards

TDUB Kommunikationsberatung gewinnt IPRN Annual Award 2020

Die Hamburger PR-Agentur TDUB Kommunikationsberatung hat für ein groß angelegtes Big-Data-Projekt mit dem Kunden Freenet / mobilcom-debitel den Annual Award 2020 des internationalen Agenturnetzwerks IPRN in der Kategorie B2C erhalten. Bei der virtuell abgehaltenen Generalversammlung des IPRN in Porto waren die über 50 Mitgliedsagenturen des Netzwerks aus fünf Kontinenten aufgerufen, aus ihrer Mitte die besten, international wegweisenden Projekte als „Project of the Year“ zu wählen. TDUB ist die einzige deutsche Agentur, die einen der begehrten Awards zugesprochen bekam. Neben der Kategorie B2C wurden weitere Preise in den Bereichen B2B, CSR, Video of the Year sowie Agency of the Year vergeben.

Tipps & Lesehinweise

Erfolgsmessung: Wie Pressesprecher ihre Chefs im Personalgespräch beeindrucken

Pressesprecherinnen und Pressesprecher sind in ihrer persönlichen Erfolgsmessung einem unfairen Wettbewerb ausgesetzt. Die Marketing- und Werbeabteilung glänzt mit konkreten Messzahlen, wie wenig ein Kontakt mit einem Kunden gekostet hat, wie hoch die Responseraten sind und wie viel zusätzlich abverkauft werden konnte. Bei genauem Hinsehen sind die Zahlenwerke aus Marketing und Werbung auch nicht immer so furchtbar belastbar – aber es sind Zahlen, und die Kollegen aus den Nachbarabteilungen sprechen damit die Sprache des Managements. Die PR-Abteilung steht hingegen traditionell eher blass da. Das muss nicht sein.

Whitepaper

Whitepaper: Was Journalisten über Großkanzleien denken

Die in Deutschland tätigen großen Rechtsanwaltskanzleien sind in hohem Maße in der juristischen Beratung von Wirtschaftsunternehmen, Ministerien und anderen Institutionen aktiv. Dadurch entwickeln sie einen enormen gesellschaftlichen Impact. Lange Zeit waren die Großkanzleien selbst nicht das Thema einer breiten medialen Berichterstattung. Im Zusammenhang mit dem Cum-Ex-Skandal änderte sich dies dramatisch. Erstmals blickten neben überregionalen Tageszeitungen auch öffentlich-rechtliche Fernseh- und Radio-Sender kritisch auf die gesamte Branche. Martin Wohlrabe, Consilium Rechtskommunikation GmbH, und Oliver Heieck, Kommunikationsberatung Heieckconsult, wollten deshalb in Erfahrung bringen, wie Journalisten heute über die Reputation der juristischen Elite denken.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Oktober 2020

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im Oktober 2020 wurden 4.292 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 10.604 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Unternehmens-PR im Dialog

Mut haben, Dinge anders zu machen: Das macht news aktuell in Hamburg aus

Als Geschäftsführerin Edith Stier-Thompson bei news aktuell anfing, sagte ein Journalist der Fachpresse zu ihr: „Wenn man an news aktuell denkt, kommt 'die alte Tante' ots in den Kopf.” Dass diese Aussage etwas getriggert hat und sich news aktuell seither verschrieben hat, sich stets neu zu erfinden, verraten Stier-Thompson und Janina von Jhering, Leiterin der Unternehmenskommunikation, im Interview mit Marie Kück und Debora von der Osten-Sacken vom PRSH, den Public Relations Studierenden aus Hannover. 

Agenturen im Dialog

Hill+Knowlton Strategies setzt auf Nachwuchs und Diversität

Eine Agentur, viele Talente. Ein Grundsatz, mit dem sich die internationale Netzwerkagentur Hill+Knowlton Strategies identifiziert. Gerade Frauen und junge Berufseinsteiger und Berufseinsteigerinnen sind die Talente, die bei der zukunftsorientierten Agentur im Fokus stehen. Wichtig ist Hill+Knowlton auch die internationale Arbeit, denn Talente gibt es überall auf der Welt.

Im Interview mit der studentischen Initiative kommoguntia e.V. beantworten Catherine Dächert-Tessier, CFO von Hill+Knowlton Strategies in Deutschland, Miriam Holbe, Managing Director & Head of Marketing Communications, sowie Anja Klein, Associate Director & Deputy Head of Technology die Fragen der jungen Studentinnen Pilar Zaschke und Michelle Huppertz. Besprochen werden dabei die Themen Berufseinstieg, internationale Ausrichtung als auch Diversität, insbesondere im Bereich Chancengleichheit von Männern und Frauen.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

Zum 700. PRJ-Newsletter I: Professionelle PR ist Grundlage guter Kommunikation

Am 30. November 2004 erschien der erste Redaktions-Newsletter des „PR-Journals“ – online versandt an 16.138 Empfänger. Am 16. Juni 2020 erscheint die 700. NL-Ausgabe für rund 9.000 Abonnenten – bei einer Öffnungsquote von 24,3 Prozent macht das knapp 2.200 Leserinnen und Leser je Ausgabe. Und wenn wir die Sonder-Newsletter und die Job-Newsletter der letzten vier Jahre dazuzählen, kommen wir insgesamt auf zirka 1.000 „PR-Journal“-Newsletter. Diese Zahlen sind für uns Anlass, innezuhalten und auch nach vorne zu blicken. Gerade in den aktuell schwierigen Zeiten. Die 9.000 Empfängerinnen und Empfänger aus der PR- und Kommunikationsbranche erwarten seit 16 Jahren immer dienstags um 7:00 Uhr die Ergebnisse unserer wöchentlichen Redaktionsarbeit. Inzwischen wirken acht feste und freie Redaktionsmitarbeiter sowie zahlreiche Autoren und Kommentatoren an der inhaltlichen Aufbereitung mit.