Horst Avenarius (links) mit seinem Nachfolger bei BMW und beim DRPR, Richard Gaul (Quelle: DRPR)

Ein PR-Manager, der Meriten für das ganze Berufsfeld hat, wird 90 Jahre alt. Horst Avenarius wurde am 26. August 1930 als ältestes von sieben Kindern eines mittelständischen Chemiefabrikanten in Gau Algesheim, einer kleinen Stadt am Rhein, geboren. Das Chemiestudium und die Übernahme der Fabrik des Vaters war aber nicht in seinem Sinn, Avenarius studierte Philosophie in Mainz, Paris und München, wo er schließlich in Geschichte an der Münchner Universität promoviert wurde. Sein Doktorvater Franz Schnabel hatte ihm das Promotionsthema „Reichs- und Kaiseridee bei französischen Geschichtsdenkern: Beiträge zur Geschichte des Reichsbewusstseins in Europa“ aufgetragen. Nach der Promotion 1956 begann er bei Mannesmann als Werkredakteur (wie es damals noch hieß), ging 1969 zu WMF und wechselte dann 1973 zu BMW, wo er 16 Jahre, bis 1989, Kommunikationschef blieb. Von 1988 bis 1992 war er Vorsitzender der Herbert Quandt-Stiftung. In dieser Position verhalf er der deutschen Kommunikationswissenschaft und auch der noch in den Kinderschuhen steckenden PR-Forschung in Deutschland durch die Organisation von vier transatlantischen Kongressen dazu, überhaupt ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln und international anschlussfähig zu werden.

Gegen Ende seines aktiven Berufslebens begann er, sich verstärkt mit den ethischen Grundlagen seines Berufs zu beschäftigen. Als gewählter Vizepräsident der DPRG Deutsche Public Relations-Gesellschaft und als Vorsitzender der Ethik-Kommission des Verbandes entwickelt er mit den „Sieben Selbstverpflichtungen“ einen prägnanten und kurzen Kodex, der dem DRPR Deutscher Rat für Public Relations dann viele Jahre, bis 2012, als Richtschnur diente. Als er 1992 Vorsitzender des DRPR wurde, aktivierte er dieses Gremium und professionalisierte es. Konkrete und kritische Fälle wurden intensiv diskutiert, gelegentlich Personen oder Organisationen gegenüber auch öffentliche Rügen ausgesprochen. Damit kam das Berufsfeld PR, das sich in den Neunzigern nur in den Fachmedien abspielte, auch in der seriösen Presse und den Publikumsmedien vor. Der Fall Hunzinger führte zum ersten Mal dazu, dass dieses Berufsfeld überhaupt breiter - und dann meist negativ bewertet - wahrgenommen wurde. Es war aber gut, dass die in den Nachrichtensendungen interviewten Verbandspräsidenten auf die Existenz von Ethik-Codizes verweisen konnten und darauf, dass Hunzinger diese verletzt habe. Das Prinzip, eine Selbstkritikinstanz für das Berufsfeld zu schaffen, hatte die DPRG damals vom Journalismus übernommen, der Presserat war schon 1956 gegründet worden.

Horst Avenarius hat durch seine 16-jährige Tätigkeit als Ratsvorsitzender des DRPR und durch seine vielfältigen publizistischen und seine akademischen Lehr-Aktivitäten, durch seine vornehme Streitbarkeit und seinen argumentativen Stil entscheidend dazu beigetragen, dass PR-Ethik heute nicht mehr als etwas ist, was nicht zusammenpasst (wie der Teufel und das Weihwasser) wahrgenommen wird oder gar ein Widerspruch in sich ist. Kommunikationsethik wird mittlerweile in der Kommunikationsbranche, in der Wissenschaft und auch in der Wirtschaft ernst genommen. Vielen gilt Ethik sogar als wichtiges Zukunftsthema. Avenarius hat der gesamten Branche durch sein Wirken größeres Ansehen verschafft und ein Bewusstsein für eine ethisch fundierte Berufspraxis geschaffen. Blättert man in seinem letzten Buch („Nachdenken über Public Relations. Aufsätze, Reden und Gespräche eines PR-Menschen“) und sieht man sich einige Interviews mit ihm (ab jetzt auf pr-museum) an, wird man den Eindruck nicht los, dass Horst Avenarius den Zustand der Weisheit erlangt hat. Wir haben mit Horst Avenarius einen „PR-Weisen“ vor uns, vielleicht sogar den ersten in Deutschland. Verlag und Redaktion des "PR-Journal" und die gesamte PR-Kommunikations-Branche gratulieren ihm ganz herzlich zu seinem 90. Geburtstag und wünschen ihm weiterhin Gesundheit! Ad multos annos!

Autor dieses Textes ist Univ.-Prof. Dr. (em.) Günter Bentele, Berlin. Ein zweiteiliger, biographischer Beitrag über Host Avenarius ist hier im pr-museum.de erschienen.


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Personalien

Danyal Alaybeyoglu leitet Kommunikation der ETL-Gruppe

Danyal Alaybeyoglu (40) wechselt vom Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation zur ETL Gruppe, einem der größten Steuerberatungsunternehmen in Deutschland, und verantwortet dort ab dem 1. Oktober von Berlin aus die Unternehmenskommunikation. Alaybeyoglu übernimmt die externe und interne Kommunikation als Unternehmenssprecher und setzt die Kommunikationsstrategie der ETL-Gruppe um. Darüber hinaus wird er dazu beitragen, die Geschäftsführung bei Multiplikatoren und Entscheidern in Medien, Politik, Verbänden und Wirtschaft zu positionieren.

Etats

Laika sichert sich Omron Healthcare Projekte

Laika Agenturlogo buntDie Laika Communications GmbH, Berlin, freut sich über einen Neukunden aus dem Gesundheitsbereich: Omron Healthcare legt die DACH-Kommunikation für zwei Projekte in die Hände der Berliner Technologie-Experten. Laika widmet sich seit August der kommunikativen Ausrichtung sowie der Launch-PR für ein neues Inhalationsprodukt, das noch dieses Jahr für den deutschen Markt vorgestellt wird. Zusätzlich übernimmt Laika in DACH ab sofort operativ die Öffentlichkeitsarbeit und Produkt-PR für WheezeScan, dem weltweit ersten Gerät zur einfachen Asthmaanfall-Diagnostik und -Prävention von Kindern. Das japanische Unternehmen ist spezialisiert auf klinisch geprüfte, innovative medizinische Geräte zur Vorbeugung, Überwachung und Therapie von Gesundheitsbeschwerden.

Agenturen

GPRA-Chairman Uwe Kohrs: „Bedarfsgerechte Kommunikationsberatung ist systemrelevant“

Kommunikationsagenturen in Deutschland haben schlechte Noten bekommen. Laut einer jetzt veröffentlichten Untersuchung des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Mentefactum aus Februar und März dieses Jahres gibt es bei Unternehmensvertretern erhebliche Vorbehalte gegenüber Kommunikationsagenturen und -beratern. In Auftrag gegeben wurde die Befragung von der Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA). Sie hatte schon im März 2020, nachdem die Ergebnisse verbandsintern ausgewertet waren, eine Qualitätsoffensive angekündigt. (Siehe dazu auch diesen Beitrag im PR-Journal.) Ob die GPRA-Agenturen damit eine Wende zu mehr Vertrauen schaffen, wird die Zukunft zeigen. GPRA-Chairman Uwe Kohrs ordnet die Ergebnisse im Interview für das „PR-Journal“ ein.

Unternehmen

H&H Communication Lab übernimmt Corporate Wording von Hans-Peter Förster

Foerster Hans Peter Inhaber Corporate WordingDie H&H Communication Lab GmbH aus Ulm übernimmt das Unternehmen Corporate Wording von Hans-Peter Förster (Foto). Förster, einer der bekanntesten Experten für Corporate Wording in Deutschland, der vor 25 Jahren diesen Begriff geprägt hat und markenrechtlich schützen ließ, gibt sein Unternehmen nun mit 66 Jahren in neue Hände. Wichtig war ihm dabei, dass sein Konzept und seine Anwendungen in die Methoden und Tools des Instituts einfließen. Bislang gehörten Communication Lab und Corporate Wording als Wettbewerber zu den führenden Dienstleistern bei der Entwicklung und Umsetzung von Sprachkonzepten. Durch den Erwerb von Corporate Wording baut Communication Lab seine Stellung im Markt nun weiter aus.

Verbände

DPRG-Veranstaltung: Geschlechtergerechte Sprache in der Unternehmenskommunikation

dprg logo2020Der Duden hat seit Mitte August eine neue Ausgabe – erstmals mit drei Seiten zur geschlechtergerechten Sprache. Kaum ein Unternehmen hat den Wert der Diversität nicht in den Unternehmenswerten verankert. Doch zeigt sich das auch in Sprache und Text? Zwischen Verständlichkeit und Gendersternchen, zwischen Sprachvielfalt und Corporate-Language-Vorgaben: In der PR-Branche herrscht großes Interesse an dem Thema, aber auch große Verunsicherung. Welches ist der richtige Weg und gibt es diesen überhaupt? Antworten auf diese Fragen erwartet die Deutsche Public Relations Gesellschaft bei einer Dialogveranstaltung zum Thema „Gendergerechte Sprache in der Unternehmenskommunikation“ am 1. Oktober.

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Branche

Schwerpunkt Interne Kommunikation: „PR-Journal“-Podcast September 2020 erschienen

Der neue „PR-Journal“ Podcast ist da. Im Mittelpunkt der September-Ausgabe steht das Thema „Interne Kommunikation“. Denn die erfährt in den Zeiten der Corona-Krise einen erheblichen Bedeutungszuwachs. Das unterstreicht auch Lutz Hirsch (Foto unten), der CEO und Gründer HirschTec, einer Full-Service-Agentur für Digitale Arbeitsplätze. Sowohl im Kurzinterview im neuen Podcasts als auch im Interview des Monats, das am 28. September erscheint, bestätigt er, dass Interne Kommunikation derzeit wichtiger ist – und damit gefragter –denn je. Hirsch: „Projekte sind schneller geworden, Entscheidungsfreude hat zugenommen und die Bedeutung der Kommunikation ist gestiegen, weil Unternehmen erkannt haben, dass sie verlässliche Strukturen brauchen, mit denen man die Mitarbeiter erreichen kann.“ Mit dabei ist auch wieder „Sprach-Optimist“ Murtaza Akbar, der in dieser Ausgabe wertvolle Tipps für den eigenen Umgang mit Thema „Ähms“ und Füllwörtern gibt. Hier geht’s direkt zum neuen „PRJ-Podcast“.

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Medien

European Publishing Congress nach Reisewarnung für Wien abgesagt

European Publishing Congress LogoNoch am 3. September haben wir über den European Publishing Congress berichtet, der am 5. und 6. Oktober in Wien hätte stattfinden sollen, doch jetzt wurde er vom Veranstalter abgesagt. Nachdem die Schweiz am 11. September überraschend für Wien eine Reisewarnung ausgegeben hat und Deutschland dies nun ebenfalls erwägt, erfolgte nun das endgültige Aus für den Kongress in diesem Jahr. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Chefredaktionen und Medienmanagement hatten sich bereits für die Veranstaltung im Schloss Schönbrunn angemeldet, die unter dem Motto stehen sollte: „Das unfassbare Jahr 2020 und was jetzt kommt“.

Studenten-Initiativen

PRIHO: Drei Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit

Drei Jahre ist es her, dass die Public Relations Initiative Hohenheim zum Verein wurde. PRIHO ist seitdem für Studierende der Kommunikationswissenschaften in Stuttgart gar nicht mehr wegzudenken – und sorgt auch über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus für wichtige Impulse für die Branche. Das „PR-Journal“ gratuliert zum kleinen Jubiläum.

Social Media

Die Strahlkraft der Fußball-Bundesliga in den sozialen Medien – zwei Untersuchungsansätze

Endlich wieder Bundesliga-Fußball – des einen Freud, des anderen Leid. Welchen Zugang man auch immer zum Fußballgeschehen hat, das Thema strahlt längst über die klassische TV- und Audio-Berichterstattung aus in die sozialen Medien und wird von Experten unter die Lupe genommen. Pünktlich zum Bundesligaauftakt am 18. September haben so das Hamburger IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung und die Kölner Beratungsagentur NetFederation GmbH ihre Analysen vorgelegt. Dem Stammtisch-Barometer des IMWF liegt die gesamte Kommunikation zu den 18 Fußballvereinen aus der 1. Bundesliga in der aktuellen Woche und in der Vorwoche zugrunde. Für den Liga Benchmark von NetFed untersuchten die Experten die Vereinswebsites im Hinblick auf die Frage, ob sie ein „digitales Zuschauererlebnis” bieten.

Das PR-Interview

Professor Markus Kiefer: „Die klassische PR erfährt eine besondere Renaissance“

Markus Kiefer, Professor für Allgemeine BWL – insbesondere Unternehmens- und Wirtschaftskommunikation – an der FOM – Hochschule für Oekonomie und Management und seit vielen Jahren Rezensent von Fachbüchern für das „PR-Journal“, sieht gute Zeiten für die PR voraus. In einem Interview mit der Journalistin und PR-Beraterin Lisa Krekel für den Blog der Kölner Agentur Vocato PR prognostiziert Kiefer im Sinne von Medienkontaktarbeit eine besondere Renaissance für die klassische PR. Das Interview erschien am 10. September zuerst im Vocato PR Blog. Mit ausdrücklicher Genehmigung der Agentur dürfen wir das Interview im „PR-Journal“ ebenfalls veröffentlichen.

Autoren-Beiträge

Content Marketing: Warum Unternehmen sich schwer tun / Fünf Schritte für mehr Durchschlagskraft

Immer wieder treten unsere Kunden und Mitglieder des Ersten Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation an uns als Agentur heran und fragen sich, warum ihr Content die Zielgruppen nicht erreicht und wie sie mit ihren Themen ansprechenden Content produzieren können. Eine neue Studie des CMO Council – ein globales Netzwerk mit über 60.000 internationalen Mitgliedern in Führungspositionen, das sich auf den Wissensaustausch, Thought-Leadership und Vernetzung zwischen führenden Marketingverantwortlichen und Entscheidern konzentriert – zeigt, dass sich diese Problemstellung auch auf globaler Ebene spiegelt. Weltweit haben Unternehmen 2019 um die 300 Milliarden Euro in Content Marketing investiert. Die entsprechenden Ergebnisse, ordentliches Engagement im Besonderen, bleiben aus.

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Rezensionen

Rezension: Ein Fundament für Fragen der Ideenfindung und Kreativität

Kreativität und Innovation Buchcover Ebert Helmut Muench EdithUm es gleich vorweg zu sagen: Das hier vorliegende Werk ist keine leichte Kost. Es ist im engeren Sinne auch kein Lesebuch. Eher erinnert es an ein Lehrbuch. Eventuell ließe sich von einem „Fundbuch“ sprechen. Es erinnert etwas an die Geschichte vom Schlaraffenland. Erst wenn man sich „durch den Reisbrei“ hindurch informiert hat, führt es uns an den Baum der Erkenntnis. Die Autoren haben sich hier ein Thema vorgenommen, das auf den ersten Blick recht akademisch wirkt, in Wirklichkeit jedoch ein breites Fundament ausgießt für Fragen der Ideenfindung und Kreativität im Denken (=Handeln). Hierfür ist das soeben erschienene Werk ein wahrer Wissenspool – ein Schlaraffenland.

Der Sprach-Optimist

Erzählen Sie was Narratives!

Modewörter sind voll angesagt und davon gibt es jede Menge. Sie verwenden garantiert auch einige davon, schließlich sind Sie ja in der modernen bis hippen Kommunikationsbranche tätig. Wissen Sie auch, welche Wörter richtig in Mode sind? Um Licht in den Modewörter-Dschungel oder besser -Tunnel zu bringen, hat unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto) keine Mühen gescheut und sogar ein intellektuelles Gespräch mit einem halben Ohr belauscht. Danach hat er ein wahres Feuerwerk der Modewörter aufgeschrieben. Lesen Sie am besten selbst, aber Achtung, es sind weit mehr Modewörter dabei, als Sie auf den ersten Blick wahrnehmen. Resilienz ist dabei ganz entscheidend.

Kommentare

Kommentar zum KK 2020: Mut zur Normalität entsprach dem Bedürfnis der Gäste

Der Kommunikationskongress 2020 ist abgeschlossen. Laut BdKom und der ausrichtenden Quadriga GmbH gab es an den beiden Kongresstagen rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort und bis zu 600 Gäste in der Spitze, die sich digital zugeschaltet hatten. Die vielleicht wichtigste Botschaft, die vom alljährlichen Klassentreffen der Kommunikationsbranche ausgegangen ist: endlich wieder eine Veranstaltung mit persönlichen Begegnungen und einem lebendigen Austausch Face to Face! Nachdem sich auch versierte Kommunikatorinnen und Kommunikatoren monatelang mit Chats, Conference-Calls oder Videokonferenzen zufrieden geben mussten, kam der Kongress wohl für sie zur rechten Zeit. Auch wenn ich selbst den Kongress in diesem Jahr „nur“ digital verfolgt habe, so war doch das Aufatmen, die Erleichterung und die Freude vieler Gäste vor Ort deutlich zu vernehmen.

Studien

MPM Trendmonitor untersucht aktuelle Trends bei den DAX-Geschäftsberichten

Jedes Jahr nimmt die Mainzer Agentur MPM die Geschäftsberichte der DAX-Unternehmen unter die Lupe. Anhand eines Katalogs von mehr als 30 Einzelkriterien werden dabei zum Beispiel das Medienportfolio, die Zusatzinhalte, die Imagekommunikation und vieles mehr analysiert. Die Studie erlaubt dabei insbesondere Einblicke in die Entwicklung von Trends über mehrere Jahre. Der Geschäftsbericht als App zum Beispiel spielte in der Berichtssaison 2019 endgültig keine Rolle mehr. Anders sieht das bei der Imagekommunikation aus; dort ist der Trend zum Immer-Weniger erst einmal gestoppt. Auf dem Vormarsch befinden sich weiterhin Online-Berichte und digitale Mehrwertinhalte.

Aus- und Weiterbildung

Besser Texten – neues Intensivtraining bei der dapr

Philipp Ley - BewerbungsbilderMit dem „Intensivtraining Text-Expert*in“ erweitert die Deutsche Akademie für Public Relations (dapr), Düsseldorf, ihr Seminarangebot im Bereich Schreibkompetenz für Kommunikatorinnen und Kommunikatoren. In der neuen Weiterbildung lernen und trainieren berufserfahrene Praktiker, wie sie noch besser, stilsicherer und ziel(gruppen)genauer formulieren und fremde Texte optimieren. Das viertägige Intensivtraining startet erstmals am 30. November 2020 als Präsenz-Kurs in Düsseldorf; im März 2021 findet das Angebot zudem als Online-Seminar statt. Dozent ist Philipp Ley (Foto).

Seminarkalender

Seminarkalender 2020

Seminare, Tagungen, Workshops und Webinare. Der „PR-Journal“-Seminarkalender 2020 gibt Ausblick auf relevante Fort- und Weiterbildungsangebote der kommenden Monate. Unsere kompakte Auflistung für Kommunikationsfachleute in Agenturen, Unternehmen und Verbänden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere im Zuge der Corona-Krise stehen Termine mitunter zur Dispostion. Eine vorherige Rücksprache mit den Seminarveranstaltern ist für Interessenten dringend ratsam. 

Korrekturen, Ergänzungsvorschläge oder die Ankündigung neuer (digitaler) Seminare sind jederzeit willkommen an: slomian@pr-journal.de. Hinweis: Event-Einträge in unseren Kalender sind generell kostenfrei - für eine direkte Verlinkung zur Seminar-Anmeldung wird eine einmalige Gebühr von 50 Euro/Link fällig. 

SEPTEMBER

Rhetorik im Medienkontakt
Deutsche Presseakademie
24. bis 25. September, Düsseldorf
1390,00 Euro zzgl. MwSt.

Intensivkurs: Content Marketing und Seeding
SCM – School for Communication and Management
24. September – 23. Oktober 2020 in Berlin
1700,00 Euro zzgl. MwSt.

Agile Kommunikation
MW Media Workshop GmbH
28. September 2020 in Düsseldorf
590,00 Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Preise und Awards

Inkometa-Award der SCM: Preisträger ausgezeichnet

Die Preisträger und Preisträgerinnen des Inkometa-Awards stehen fest! Auf der Inkometa-Gala wurden in den Kategorien Strategie, Kampagnen, Medien, Intranet & Digital Workplace sowie Internationale Interne Kommunikation 25 Siegerinnen und Sieger ausgezeichnet. Zudem haben die Zuschauer beim Publikumspreis den Flughafen München zum Gewinner gewählt. Gewinner des Inkometa-Awards 2020 sind unter anderem Deutsche Bank und Postbank mit der besten Mitarbeiterzeitung, Rohde & Schwarz mit der besten Leadership Communication sowie Wintershall Dea mit der besten Einführungskommunikation in der internen Kommunikation. Weitere Preisträger sind beispielsweise die Datev mit dem besten Design im Bereich Mitarbeiterzeitschrift oder Zeiss mit dem besten Digital Workplace.

Tipps & Lesehinweise

Wissensdienstleister Nimirum wird zur agilen Denkmanufaktur

Mutschler Anja Inhaberin NimirumDer Leipziger Wissensdienstleister Nimirum, inzwischen seit zehn Jahren unter der Führung von Anja Mutschler (Foto) am Markt, passt sein Business-Modell an und will sich künftig eher als „agile Denkmanufaktur“ präsentieren. Mutschler erklärt das gegenüber dem „PR-Journal“ so: „Nimirum begleitet seit vielen Jahren Unternehmen, Agenturen und Organisationen als Research Partner. Unabhängige Expertise ist heute wichtiger denn je. Unsere beratenden Dienstleistungen stärken wir und ergänzen sie durch ein umfassendes Angebot an Content-Services. Unsere Expert Community bleibt das Herz unserer Denkmanufaktur."

Whitepaper

Neues Whitepaper von Cision: „Krisenkommunikation am Beispiel Corona“

Der Media Intelligence-Dienstleister Cision hat ein neues Whitepaper veröffentlicht, in dem sich die Datenexperten damit auseinandersetzen, wie Data Science die Analyse von Berichterstattung die Krisenkommunikation unterstützen kann. Cision will mit dem Whitepaper dafür sensibilisieren, wie wichtig Daten für die Krisenkommunikation sind. Wer nicht weiß, was wirklich passiert ist und wie Ereignisse von anderen Personen eingeordnet werden, kann seine Kommunikation nur schwer ausloten. Das Whitepaper „Krisenkommunikation am Beispiel Corona“ steht via Cision-Website zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Termine

Bewegte Bilder und interne Kommunikation – die Deutsche Presseakademie kündigt zwei neue Konferenzen an

Die Deutsche Presseakademie kündigt gleich zwei neue Veranstaltungen für diesen Herbst an. Zunächst findet am 19. und 20. Oktober die Konferenz zur Bewegtbildkommunikation „Play – Film es selbst“ im Quadriga Forum in Berlin statt. Wenige Wochen später kommt es an gleicher Stelle zur 19. Tagung Interne Kommunikation. Beide Veranstaltungen sorgen dieses Jahr für ein Novum: Und zwar werden sie als virtuelle Konferenzen sowohl in der Bundeshauptstadt mit Hygienekonzept, als auch digital stattfinden. Somit entscheiden sich die Veranstalter in dem Umgang mit der Covid19-Pandemie für einen Mittelweg.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter August 2020

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im August 2020 wurden 5.109 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 12.026 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Unternehmens-PR im Dialog

Mut haben, Dinge anders zu machen: Das macht news aktuell in Hamburg aus

Als Geschäftsführerin Edith Stier-Thompson bei news aktuell anfing, sagte ein Journalist der Fachpresse zu ihr: „Wenn man an news aktuell denkt, kommt 'die alte Tante' ots in den Kopf.” Dass diese Aussage etwas getriggert hat und sich news aktuell seither verschrieben hat, sich stets neu zu erfinden, verraten Stier-Thompson und Janina von Jhering, Leiterin der Unternehmenskommunikation, im Interview mit Marie Kück und Debora von der Osten-Sacken vom PRSH, den Public Relations Studierenden aus Hannover. 

Agenturen im Dialog

Hill+Knowlton Strategies setzt auf Nachwuchs und Diversität

Eine Agentur, viele Talente. Ein Grundsatz, mit dem sich die internationale Netzwerkagentur Hill+Knowlton Strategies identifiziert. Gerade Frauen und junge Berufseinsteiger und Berufseinsteigerinnen sind die Talente, die bei der zukunftsorientierten Agentur im Fokus stehen. Wichtig ist Hill+Knowlton auch die internationale Arbeit, denn Talente gibt es überall auf der Welt.

Im Interview mit der studentischen Initiative kommoguntia e.V. beantworten Catherine Dächert-Tessier, CFO von Hill+Knowlton Strategies in Deutschland, Miriam Holbe, Managing Director & Head of Marketing Communications, sowie Anja Klein, Associate Director & Deputy Head of Technology die Fragen der jungen Studentinnen Pilar Zaschke und Michelle Huppertz. Besprochen werden dabei die Themen Berufseinstieg, internationale Ausrichtung als auch Diversität, insbesondere im Bereich Chancengleichheit von Männern und Frauen.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

„PR-Journal“ verlängert Rabattaktion für die Jobbörse

2020 ist und bleibt ein Ausnahmejahr. Darum haben wir uns dazu entschieden, die Preise für unsere Jobbörse bis zum Jahresende dauerhaft zu senken. Wir sind sicher: Auf Zeiten der Krise, in denen viele zunächst nach beruflicher Stabilität streben, folgt eine Phase der Neuorientierung. Unsere Jobbörse ist und bleibt eine der Top-Adressen für gut qualifizierte Fachkräfte aller Karriere-Level. Unternehmen und Agenturen tun gut daran, offene Stellen hier zu inserieren – erst Recht in Zeiten knapper Ressourcen und Budgets. Im Schnitt erzielt jede Ausschreibung binnen sechs Wochen über 1.000 Zugriffe aus der Fachzielgruppe.