39 Prozent der Deutschen tendieren dazu, positive Nachrichten mit ihren Mitmenschen zu teilen. (Grafik: WE Communications)

Ende vergangenen Jahres stellte die Münchner Agentur WE Communications die „Stories in Motion Studie“ vor und verdeutlichte, wie Technologie unsere Welt verändert und welche neuen Chancen sie für die Kommunikation eröffnet. Die Kommunikationsagentur hat nun eine Sonderauswertung für den deutschen Markt veröffentlicht. Eines der Ergebnisse: Klassische Medienberichterstattung hat in Deutschland den höchsten Einfluss bei der Vermittlung von Markenbotschaften.

Im Rahmen der Stories in Motion Sudie untersuchte WE Communications das Verhalten von Konsumenten in Relation zu gebrandetem Content. Die Studie wurde im Auftrag von YouGov im April 2017 durchgeführt, bei der über 2.000 deutsche Konsumenten befragt wurden.

Suchmaschinen stehen hoch im Kurs

Bei der Frage, wo die Deutschen aktiv nach Informationen über PCs, mobile Endgeräte und zugehöriger Software/Hardware suchen, gab die Mehrheit (60 Prozent) an, allgemeine Internetsuchmaschinen (wie z. B. Google, Yahoo, Bing) zu Rate zu ziehen. Auf Platz zwei mit 51 Prozent rangieren Händler-Webseiten (wie z. B. Amazon, Cyberport, CONRAD). Immerhin noch auf Platz drei, mit 38 Prozent schafften es die Webseiten der Hersteller. Erst dann – mit lediglich 33 Prozent – werden mediale Produktbewertungen (wie z. B. Stiftung Warentest, test.de, CHIP.de, Computer Bild, testsieger.de) aufgesucht.

Dies zeigt, dass Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinen-Advertising (SEA) für Unternehmen im Consumer Electronic Bereich nach wie vor von hoher Relevanz ist. Darüber hinaus müssen Unternehmen auch in enger Zusammenarbeit mit den Betreibern der Händler-Webseiten ihre Positionierung prüfen, um sicherzustellen, dass ihr Markenbild und die Geschichten, die ihre Produkte erzählen sollen, entsprechend dargestellt werden.

Klassische Medienberichterstattung hat hohen Stellenwert

Wenn es allerdings darum geht, wie Unternehmen Botschaften über ihre Produkte oder Dienstleistungen an die entsprechende Zielgruppe vermitteln, hat die klassische Medienberichterstattung den höchsten Stellenwert. 62 Prozent der deutschen Konsumenten schätzen einen Nachrichtenartikel über ein Unternehmen, das PCs, mobile Endgeräte und/oder zugehörige Software/Hardware herstellt, als einflussreich bis sehr einflussreich ein. Das Schlusslicht bilden aktuell Social-Media-Kampagnen oder Hashtags, die von einem Unternehmen beworben werden. Lediglich 15 Prozent stufen diese Maßnahmen als einflussreich bis sehr einflussreich ein. Entsprechend dürfen Unternehmen den Einfluss der Medien nicht außer Acht lassen und müssen im Kommunikationsmix nach wie vor einen hohen Fokus auf Earned Media setzen.

41 Prozent der Befragten neigen dazu, negative Nachrichten über ein Unternehmen, das PCs, mobile Endgeräte und zugehörige Software/Hardware herstellt, mit andern Leuten über beispielweise soziale Medien oder in einem persönlichen Gespräch zu teilen. Wer glaubt, dass negative Schlagzeilen eher die Runde machen als positive, behält Recht – allerdings fällt die Differenz nur marginal aus. Immerhin tendieren 39 Prozent der Deutschen dazu, auch positive Nachrichten mit ihren Mitmenschen zu teilen. Es lohnt sich daher Stories zu entwickeln, die Leute bewegen, in Erinnerung bleiben und geteilt werden.

Marken und ihre Stories sind noch schneller in Bewegung als jemals zuvor

Grundlage der Stories in Motion ist die Erhebung und Analyse von Zielgruppendaten in Echtzeit. Diese Daten geben nicht nur Aufschluss über vergangene Verhaltensmuster, sie ermöglichen zudem auch Trends zu ermitteln und somit vorausschauend zu planen. Weitere Information zu „Stories in Motion“ finden sich auf der WE-Website.

„Als Marketeers und Kommunikatoren müssen wir den konstanten Wandel im medialen Ökosystem und seine Auswirkungen auf Unternehmen, Stakeholder und die Gesellschaft verstehen. Wir müssen den Wandel inspirieren und ihn vorantreiben. Und wir müssen das Prinzip der Stories in Motion für uns nutzen. Für eine erfolgreiche Kommunikation sind darüber hinaus die Kriterien Insights, Kontext, Inspiration, Aktion und Wirkung entscheidend“, kommentiert Alan VanderMolen, President International und WE+ bei WE Communications.


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