Kasper Rorsted (Adidas) übernimmt die Spitzenposition; Rolf Buch (Vonovia) verbessert sich auf Rang 2; Thomas Ebeling (ProSiebenSat.1) steigt auf Platz 3 ein

Kasper Rorsted weiß auch bei Adidas zu überzeugen: Seit seinem Wechsel an die Vorstandsspitze des Sportartikelherstellers berichteten deutsche Medien extrem positiv über den Dänen. Gegenüber seinem 3. Platz beim Unicepta-CEO-Ranking für das Gesamtjahr 2016 machte Rorsted im 1. Quartal 2017 noch einmal zwei Plätze gut. Damit führt er aktuell die Image-Rangliste der deutschen CEOs an.

Nachdem Rorsted bereits Henkel auf Erfolgskurs geführt hat, trauen ihm die Medien auch in Herzogenaurach die Verwirklichung ehrgeiziger Ziele zu. Mit seiner Strategie, Geschäftsprozesse zu vereinfachen und die Konzentration auf starke Markenprodukte voranzutreiben, ist er laut „Handelsblatt“ ein Vorbild für andere Konzernlenker. Rorsted wird als durchsetzungsstark jedoch diplomatisch wahrgenommen. Eine „gelungene Gratwanderung“, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ anerkennend kommentiert.

Berichterstattung honoriert Buchs positive wirtschaftliche Bilanz

Auf Platz zwei des Ranking folgt mit Rolf Buch ein weiterer Aufsteiger. Anlässlich der Verlängerung seines Vertrages Anfang März erhielt der Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Wohnungsunternehmens Vonovia viel Lob aus dem Aufsichtsrat: Er habe die richtigen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Das sehen viele der maßgeblichen Medien offenbar ähnlich. Im Vergleich zum Unicepta-CEO-Jahresranking 2016 rückte Buch gleich zwei Platzierungen nach vorne. Die Berichterstattung honoriert nicht nur Buchs positive wirtschaftliche Bilanz. Er wolle auch die Mieter zufriedenstellen, lobte etwa die „Welt am Sonntag“.

ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling steigt neu in das Ranking ein. Der Drittplatzierte erhält viel Anerkennung für das rasante Wachstum, mit dem das Medienunternehmen im vergangenen Jahr glänzte. Besonders Ebelings Strategie, dem nachlassenden Wachstum im Fernsehgeschäft mit Expansion im Digitalbereich zu begegnen, stößt auf ein positives Echo. Beim Thema Digitalisierung legt laut der „Wirtschaftswoche“ niemand ein vergleichsbares Tempo vor.

Kontinuität in der Kommunikation ist gefragt

Ebeling gehört neben Stephan Sturm von Fresenius und Stefan Oschmann von Merck, zu denjenigen CEOs, die im 1. Quartal insbesondere im Zuge der Berichterstattung zu den Jahresbilanzen mediale Aufmerksamkeit erhielten. Im Jahresranking 2016 tauchten sie hingegen nicht auf, da sie auf das Gesamtjahr gerechnet zu selten sichtbar waren. „Kontinuität im Business sollte von Kontinuität in der Kommunikation begleitet werden“, konstatiert Claas Sandrock, Managing Partner bei Unicepta. „In guten Zeiten stärkt ein regelmäßiger Dialog die positive Wirkung und schafft einen Glaubwürdigkeitspuffer, wenn es mal wirtschaftlich nicht so rund läuft. Und in echten Krisensituationen ist es für den Aufbau von Vertrauen und stabilen Beziehungen häufig zu spät.“

Mit zukunftsträchtigen Themen rückt auch Elmar Degenhart erstmals in die Top-10 der angesehensten CEOs vor. Insbesondere sein Bekenntnis zum Wandel in der Automobilindustrie beeindruckte die Journalisten. Pläne, das Kerngeschäft durch Dienstleistungen rund um die Mobilität zu ergänzen, sind nach Ansicht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ „mehr als eine Spielerei“.

Führungsstärke und mutiger Unternehmensumbau kommen gut an

Dass Führungsstärke und mutiger Unternehmensumbau gut ankommen, beweist außerdem Siemens- Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser. Angesichts neuer Rekordkurse der Siemens-Aktie behauptet er eine starke Stellung unter Deutschlands CEOs und rangiert nun auf Platz 5 (2016: Platz 9). Die deutliche Image-Verbesserung hängt dabei nicht nur mit seinen Plänen zusammen, die Gesundheitstechniksparte Healthineers und die Windkraftaktivitäten des Technologiekonzerns an die Börse zu schicken. Auch ein selbstbewusster Auftritt bei US-Präsident Donald Trump an der Seite Angela Merkels unterstrich das Ansehen des Konzernlenkers.

9.000 Beiträge ausgewertet für den Unicepta „DAX-Benchmark“

Für das CEO-Ranking hat Unicepta knapp 9.000 Beiträge ausgewertet, die im Zeitraum von Januar bis Ende März 2017 in deutschen Leitmedien erschienen sind. Das Ranking basiert auf Ergebnissen aus dem Unicepta „DAX-Benchmark“. Mit diesem erfasst der Monitoring-, Analyse- und Kommunikationsdienstleister fortlaufend die mediale Präsenz aller DAX-Konzerne und ihrer CEOs sowie die Tonalität der Berichterstattung.


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