Je später am Tag, desto geringer die Chance, Journalisten für eine Story zu gewinnen.

Nicht erst in Ruhe den Latte trinken, dabei die Mails checken und behutsam in den Tag hineingleiten: Wer Journalisten „pitchen“ will, sollte morgens hellwach sein – und überzeugende Mails schicken. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „2017 Journalist Survey“ von Muck Rack, veröffentlicht am 31. Mai. Laut dem Monitoring-Dienst sind 37 Prozent der 400 befragten US-amerikanischen Journalisten am besten in der Zeit zwischen neun und elf Uhr morgens aufnahmebereit für Themenvorschläge, 27 Prozent bevorzugen sogar den Zeitraum zwischen sechs und neun Uhr.

Nur 11 Prozent der Medienvertreter freuen sich dabei über einen Anruf, 72 Prozent hingegen sind von dieser Art der Kontaktaufnahme wenig begeistert. Die E-Mail ist nach wie vor das Mittel der Wahl. Diese sollte persönlich gehalten sein. Der Hauptgrund, warum Journalisten eine grundsätzlich interessante Story ablehnen, ist fehlende Personalisierung. Wobei damit nicht nur gemeint ist, dass Journalisten in der Mail mit Namen angesprochen werden wollen. Vielmehr geht es um den individuell gestalteten, persönlich gehaltenen „Verkauf“ einer Story, einen „Pitch“.

Massen-Mailings kommen bei 52 Prozent der Befragten schlecht an. Nur 13 Prozent können sich mit solchen „Pitches“ anfreunden. Zu lange Mail-Texte sind ein weiterer Grund, warum diese im Papierkorb landet. Beim Texten sollten sich die PR-Schaffenden am dem Prinzip des „Elevator Pitch“ orientieren, so die weitgehend einhellige Meinung in den Fachmedien. 15-20 Wörter sollten reichen, um zu beschreiben, worum es geht. Emojis im Text kommen bei 80 Prozent der Journalisten schlecht an. Eine gute Anleitung zu E-Mail-Pitches findet sich hier.

Rund 72 Prozent der Journalisten prüfen, wie intensiv ihre Stories in den Sozialen Medien geteilt werden. Dabei ist Twitter mit Abstand der beliebteste Kanal. 70 Prozent halten dieses Netzwerk für „sehr wertvoll“ für ihre Arbeit, gefolgt von Facebook (22 Prozent) und LinkedIn (fünf Prozent). Wöchentlich nutzen 96 Prozent Twitter und 92 Prozent Facebook sowie 60 Prozent LinkedIn und knapp 54 Prozent YouTube. Vor allem Twitter wollen die Journalisten in 2017 noch mehr Zeit widmen.


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