Frage: Wie wichtig werden die folgenden Trends in den nächsten fünf Jahren für die PR sein? © Association of National Advertisers (ANA) & Center for Public Relations der Annenberg School for Communication and Journalism an der University of Southern California (USC)

“Die Evolution der PR” lautet ganz unschuldig und etwas langweilig der Titel einer Studie der Association of National Advertisers (ANA) und des Center for Public Relations der Annenberg School for Communication and Journalism an der University of Southern California (USC). Deren Aussagen sind vielversprechend und haben alles andere als einen evolutionären Charakter. Wenn es zutreffen sollte, was die in den USA befragten 100 Marketing Manager dort sagen, dann kann sich die PR auf grundsätzlich erfreuliche, aber auch fordernde Zeiten einstellen. 75 Prozent der Marketing Manager wollen die kommenden fünf Jahre die Ausgaben für PR erhöhen, 62 Prozent erwarten Neueinstellungen in diesem Bereich. Das ist allerdings nicht alles: PR wird von der digitalen Transformation drastisch profitieren.

Die Umfrage wurde Ende Januar/Anfang Februar 2017 durchgeführt. So richtig überraschen dürften die Erkenntnisse die Leser des PRJ nicht, denn Entwicklungen wie „Aufbrechen der Silos“ wurden schon öfter beschrieben. Hier einige Kernaussagen aus der Studie, die am 9. Mai erschienen ist, und deren Ergebnisse in den Global Communications Report 2017 (GCR17) des USC Center for Public Relations eingeflossen sind.

Was von der PR erwartet wird

Was auf die PR zukommt, das beschreibt Bill Duggan, Group Executive Vice President bei der ANA, wie folgt:

  • Digital treibt PR. Die wichtigsten Trends sind Social Listening, Digitales Storytelling und Echtzeit-Marketing. Diese drei Trends sind miteinander verbunden. Die digitale Transformation wird die Qualität der PR verbessern, so die Aussagen der Studie. Der Grund: Sie ermöglicht umgehende Rückmeldungen auf die Kommunikation.
  • Die strikte Trennung zwischen Marketing und PR ist Geschichte, die Barrieren und Grenzen fallen, die Silos wanken. Schließlich erleichtere die PR schon heute die Arbeit des Marketings und dürfte in den nächsten fünf Jahren „noch stärker mit dem Marketing in Einklang stehen“.
  • It's all about results! PR muss darlegen, wie ihre Programme einen messbaren Beitrag zu den Unternehmensergebnissen erzielen und sie muss die Methodik der Messungen verbessern. Klare Zielsetzungen sind eine Grundvoraussetzung dazu.

Was das alles bedeutet, fragt Duggan. Seine Antwort: Die Mauern zwischen Marketing und PR brechen ein. PR-Nachwuchskräfte sollten sich breitere Kenntnisse aneignen. Return-on-Investment und Accountability werden erwartet – und somit auch in der PR gelebt.

Was von den Agenturen erwartet wird

Die Studie geht auch auf die Frage ein, was zukünftig von PR-Agenturen erwartet und bei ihnen geschätzt wird. Warum wollen Unternehme mit Agenturen arbeiten? Die Top 5-Gründe, ausgewählt aus 13 Optionen:

  • Agenturen haben Spezialkenntnisse in bestimmten Bereichen
  • Sie erarbeiten und vermitteln strategische Erkenntnisse
  • Sie haben Know-how in Media Relations
  • Sie haben Know-how in Digital und Social Media
  • Sie denken kreativ.

Die Ergebnisse der Studie können hier heruntergeladen werden.


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