Konstanze und Horst Werner: "Jeder kann Video! – Filmen für Websites, YouTube und Blogs". Verlag: UVK, Konstanz, 2010. 200 Seiten. Preis: 17,90 Euro. ISBN 978-3-86764-271-2.
Autorin der Rezension: Ulrike Mellenthin, Mönchengladbach

Das Wichtigste vorab: Dieses Buch hält, was es verspricht. Ob PR-Profi, Blogger oder privater Gelegenheitsfilmer – der Leser lernt die Kunst, eine spannende Geschichte in bewegten Bildern zu erzählen.
„Jeder kann Video“ erklärt Konzeption, Handwerk und Produkte, die es für einen interessanten Film braucht. Wie entwickelt man einen Spannungsbogen? Ein Storyboard? Wie dreht man? Schneidet man? Textet man? Vertont man? Verbreitet man Video? Was ist der rechtliche Rahmen? Und: Welche Investitionen lohnen sich bei Kamera und Schnittprogramm? Die letzte Frage wird beantwortet durch die detaillierte Präsentation von jeweils zwei bis vier ausgewählten Produkten. Dies ist sicherlich ein möglicher Kritikpunkt, denn dem einen mag die überschaubare Auswahl eine gute Orientierung bieten, auf den anderen wirkt sie wie PR. Bei der Einführung in die Schnitttechnik hat der Leser jedoch durch zahlreiche Screenshots eines beispielhaften Programms die Möglichkeit, den relevanten Funktionalitäten Schritt für Schritt zu folgen.

Die Autoren Konstanze und Horst Werner wissen, wovon sie schreiben. Als langjährige TV-Journalisten und -Trainer haben sie bereits gefilmt und geschnitten, als Kameras noch riesig und Schnittprogramme unerschwinglich waren. Die Realität heute erlaubt jedem Laien den Einstieg in die Videokunst, denn laut Experten seien in Deutschland rund 130 Millionen Kameras, Camcorder und Kamerahandys regelmäßig im Einsatz. Der journalistische und pädagogische Hintergrund der Autoren macht sich bezahlt: Das Buch ist sauber recherchiert. Es ist prägnant und zugleich locker geschrieben. Außerdem bietet es einen cross-medialen Lehransatz, denn neben dem Buch existiert ein eigener YouTube-Channel mit Beispiel- und Übungsmaterial.

Der Titel des Buchs orientiert sich übrigens an dem Kochbuch „Jeder kann kochen!“, geschrieben von der meisterlichen Kochratte Gusteau im Film „Ratatouille“. Analog zu einem Kochbuch funktioniert der Einstieg hier ebenfalls an jedem beliebigen Punkt des Buchs, ob beim Dessert (dem Schnitt) oder Hauptgericht (dem Dreh). Auch wer gezielt Informationen sucht, wird schnell fündig.

Fazit: Ein praktisches Handbuch, nach dessen Lektüre der Leser eindeutig klüger ist als vorher.


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